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Buchrücken der Verlage Random House und Penguin

Random House und Penguin Group fusionieren

Ein neuer Riese auf dem Buchmarkt

Der Medienkonzern Bertelsmann fusioniert seine Buchsparte Random House mit der des britischen Konkurrenten Pearson, Penguin Group. Bertelsmann halte künftig 53 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmen namens Penguin Random House, Pearson 47 Prozent, teilte Bertelsmann mit. Die Fusion solle nach der Zustimmung der Kartellbehörden in der zweiten Jahreshälfte 2013 abgeschlossen sein, hieß es weiter. Bis dahin würden die Verlagsgruppen ihre Geschäfte unabhängig voneinander weiterführen.

Rabe: "Meilenstein" für Bertelsmann

Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Rabe sprach von einem "Meilenstein nicht nur für Random House, sondern für das gesamte Haus Bertelsmann." Mit dem Zusammenschluss von Random House und Penguin werde ein Kerngeschäft Bertelsmanns deutlich gestärkt. Der Zusammenschluss ermögliche es beiden Verlagshäusern, "noch effektiver ihre Bücher zu verlegen, und das in traditionellen wie in digitalen Formaten und für die Vertriebswege der Zukunft".

Random House und Penguin Group wollen fusionieren
tagesschau 17:00 Uhr, 29.10.2012, Antraud Cordes-Strehle, WDR

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Ähnlich äußerte sich Penguin-Chefin Marjorie Scardino: Zusammen seien beide Verlagsgruppen in der Lage, "einen großen Teil ihrer Kosten zu teilen", um mehr für ihre Autoren und Leser investieren zu können und experimentierfreudiger beim Ausprobieren neuer Modelle zu werden.

Deutsche Random House bleibt bei Bertelsmann

Die geplante Verlagsgruppe werde alle Verlagseinheiten von Random House und Penguin Group in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland, Indien und Südafrika sowie die Penguin-Aktivitäten in China und die Random-House-Verlage in Spanien und Lateinamerika umfassen. Die deutsche Verlagsgruppe Random House mit Sitz in München werde nicht Teil der Gruppe und verbleibe bei Bertelsmann, so der Gütersloher Medienkonzern.

Random House mit einem Umsatz von gut 1,7 Milliarden Euro 2011 verkauft nach eigenen Angaben pro Jahr weltweit 500 Millionen Bücher. Der Traditions-Verlag Penguin mit dem berühmten Pinguin als Emblem - Umsatz 2011 knapp 1,3 Milliarden Euro - ist vor allem für seine preiswerten Klassiker-Taschenbücher bekannt. Trotz der Zusammenlegung sollen beide Verlage "ihre Identität bewahren und ihre Bücher auch in Zukunft mit derselben umfassenden inhaltlichen Autonomie publizieren können" wie heute, hieß es.

Random House und Penguin Group fusionieren
T. Huhn, NDR London
29.10.2012 10:45 Uhr

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Stand: 29.10.2012 08:42 Uhr

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