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Der britische Ölkonzern BP will trotz schwarzer Zahlen rund 600 Arbeitsplätze in Deutschland streichen. Der Vorstandschef der Deutschen BP, Uwe Franke, sagte den Zeitungen der Essener "WAZ"-Gruppe, trotz der Gewinne in diesem Jahr müsse "ein kluges Management nach vorne schauen". Wer in "guten Jahren mit Kostendisziplin" warte, bis er in den roten Zahlen sei, gehöre "gefeuert".
Der Konzern versuche "alles, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden", aber garantieren könne er das nicht, erklärte Franke. Von den derzeit rund 1200 Arbeitsplätzen in der Bochumer Hauptverwaltung sollen demnach 200 Stellen nach Budapest verlagert werden. In der Gelsenkirchener Raffinerie sollen 340 von bislang 2060 Arbeitsplätzen wegfallen, in Hamburg seien 50 und in Mönchengladbach zehn Arbeitsplätze betroffen. BP errichtet in Budapest ein neues europäisches Dienstleistungszentrum.
BP hatte für das dritte Quartal einen Gewinn von knapp fünf Milliarden Dollar ausgewiesen und dabei auf sein Sparprogramm verwiesen. Das sah vor, im Jahr 2009 zwei Milliarden Dollar einzusparen. Das sei bereits im ersten Halbjahr erreicht worden, teilte der Konzern mit - und verdoppelte seine Sparziele auf vier Milliarden Dollar bis zum Jahresende.
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