Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (r-l, SPD), Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin, Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, Michael Fohrer, Deutschland-Chef von Bombardier Transportation, und Stanislaw Tillich (CDU), Ministerpräsident von Sachsen | Bildquelle: dpa

Bombardier-Spitzentreffen Stellen- aber kein Standortabbau

Stand: 09.01.2017 20:52 Uhr

Die Bahntechnik-Sparte von Bombardier will in Deutschland Tausende Stellen abbauen. Wo, das wurde auch bei einem Spitzengespräch unter Leitung von Wirtschaftsminister Gabriel nicht klar. Wenigstens gab es die Zusage, alle Standorte zu erhalten.

Die Beschäftigten des Konzerns Bombardier Transportation in Deutschland müssen weiter um ihre Arbeitsplätze bangen: Ein Spitzentreffen bei Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel brachte keine Lösung. Die Unternehmensführung und die Arbeitnehmerseite vereinbarten jedoch, bis zum Sommer gemeinsam über ihre jeweiligen Umbaukonzepte zu beraten.

Laut Gabriel sollen in Deutschland zumindest keine Standorte geschlossen werden. Es gehe um die Frage, "wie die Standorte weiter entwickelt werden können", sagte der SPD-Chef nach einem Gespräch mit Vertretern des Unternehmens, den Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen, Dietmar Woidke (SPD) und Stanislaw Tillich (CDU), sowie Vertretern der IG Metall. "Ostdeutschland braucht industrielle Arbeitsplätze", sagte Gabriel. Die Politik werde alles ihr Mögliche tun, um die Arbeitsplätze zu sichern. "Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg."

Bombardier plant langfristig in Deutschland

Bombardier-Werk Bautzen | Bildquelle: dpa
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Bombardier baut unter anderem in Bautzen Bahntechnik.

Bombardier erklärte, Deutschland werde für das Unternehmen auch in Zukunft nicht nur ein entscheidender Standort für die Entwicklung, sondern auch für die Produktion und Wartung von Bahntechnik bleiben. "Der Standort Deutschland spielt daher eine zentrale Rolle in unserer langfristigen Strategie."

Die IG Metall und der Betriebsrat hätten die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und den Druck auf die Wettbewerbsfähigkeit zur Kenntnis genommen, sagte der IG-Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, Olivier Höbel. "Notwendige Veränderungen sind aber nicht ohne oder gegen, sondern nur mit den Belegschaften zu erreichen. Deshalb fordern wir weiterhin den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen."

Gespräche über Zukunft des Bahntechnikherstellers Bombardier
tagesschau 20:00 Uhr, 09.01.2017, Oliver Köhr, ARD Berlin

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Bereits zweite Entlassungswelle

Bereits im vorigen Frühjahr hatte Bombardier 1400 Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut. Ende Oktober erklärte der Konzern, man werde im Zuge des Sparkurses weltweit weitere 7500 Stellen streichen. Davon würden 5000 in der Bahntechnik-Sparte wegfallen, die ihren weltweiten Hauptsitz in Berlin hat.

Wo genau die Arbeitsplätze wegfallen, ist noch nicht klar. Die größten deutschen Standorte sind Hennigsdorf bei Berlin, Bautzen und Görlitz. Bombardiers Deutschlandchef Michael Fohrer erklärte, man wolle sich durch die Umstrukturierung vor allem gegen neue Konkurrenten aus Osteuropa und China wappnen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Januar 2017 um 20:00 Uhr.

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