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Defekte Takata-Airbags BMW ruft in den USA 230.000 Wagen zurück

Stand: 03.02.2017 19:33 Uhr

230.000 Fahrzeuge des Münchner Herstellers BMW müssen in den USA wegen möglicher Probleme mit dem Airbag des japanischen Zulieferers Takata erneut in die Werkstätten. Wegen des Defekts wurden in USA bereits 42 Millionen Autos zurückgerufen.

Der deutsche Autobauer BMW startet in den USA eine erneute Rückrufaktion Hunderttausender Wagen. Grund sind mögliche Probleme mit defekten Airbags des japanischen Zulieferers Takata. Betroffen sind rund 230.000 Fahrzeuge - sie seien bereits Teil eines Rückrufs von etwa 900.000 Wagen im Jahr 2015 gewesen, sagte ein Sprecher des Münchner Herstellers. Sie würden wegen Unklarheiten bei Ersatzteilen zur Sicherheit nochmals überprüft. Dies wurde den Angaben zufolge von den US-Behörden angeordnet.

Laut US-Verkehrsaufsicht NHTSA erhielt BMW im November eine Kundenanfrage zum Airbag-Generator in einem Fahrzeug der 3er Serie. Im Zuge dessen sei festgestellt worden, dass bei einigen Wagen der Modelljahrgänge 2000 bis 2003 im Rahmen vorheriger Rückrufe und Umrüstungen möglicherweise falsche Ersatzteile eingebaut wurden. Schäden oder Unfälle habe es nach Aussage des BWM-Sprechers nicht gegeben.

Rekordrückruf von 42 Millionen Autos

Zu kräftig auslösende Takata-Airbags, die Teile der Metallverkleidung sprengen und durch den Fahrzeuginnenraum schleudern können, machen der Autoindustrie schon lange zu schaffen. Der japanische Autozulieferer hatte Mitte Januar mit den US-Behörden eine Einigung erzielt, die unter anderem eine Strafe von einer Milliarde Dollar vorsieht. Zudem wurde in den USA ein Rekordrückruf von 42 Millionen Fahrzeugen angeordnet. Auch deutsche Hersteller waren betroffen, außer BMW auch Daimler, Audi sowie deren Mutter VW.

Die US-Verkehrsaufsicht geht von mindestens elf Todesfällen im Land und 184 Verletzten im Zusammenhang mit dem Problem aus. Weltweit werden mindestens 16 Todesfälle mit den defekten Airbags in Verbindung gebracht.

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