Container stapeln sich im Hamburger Hafen | Bildquelle: dpa

Bruttoinlandsprodukt Stärkster Anstieg seit sechs Jahren

Stand: 11.01.2018 11:43 Uhr

Die deutsche Wirtschaft ist 2017 so kräftig gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,2 Prozent. Im Staatshaushalt führte das zu einem Rekordüberschuss.

Dauer-Wachstum und Rekordüberschuss: Deutschland hat seine Sonderstellung in Europa im vergangenen Jahr behauptet. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs mit 2,2 Prozent so stark wie seit 2011 nicht mehr und damit bereits das achte Jahr in Folge, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Die gute Konjunktur macht sich auch positiv im Staatshaushalt bemerkbar: Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen zusammen 38,4 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. Einen so hohen Überschuss hat es noch nicht gegeben - es ist der höchste Wert seit der Wiedervereinigung.

Deutschland trotzt Verunsicherung

"Die deutsche Wirtschaft eilt von Erfolg zu Erfolg", sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit, Andreas Rees. Sie trotzte damit der Verunsicherung von außen - etwa durch den geplanten EU-Austritt Großbritanniens oder den Kurs von US-Präsident Donald Trump. Dafür sorgten der steigende Konsum, zunehmende Exporte, Bauboom und stärker investierende Unternehmen.

2018 dürfte das Ergebnis ähnlich gut ausfallen, sagen Bundesregierung und Institute voraus. Rekordbeschäftigung und steigende Reallöhne stützen die Kauflaune der Verbraucher, während die anziehende Weltkonjunktur gute Geschäfte für die Exporteure verspricht.

Deutsche Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs
11.01.2018, Jakob Schaumann, HR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Für Tarifbeschäftigte steigen Reallöhne nur gering

Allerdings bleibt den 17 Millionen tariflich Beschäftigten wegen der höheren Inflation ein kleineres Plus im Geldbeutel als in den Vorjahren. Die Tariflöhne und -gehälter stiegen 2017 im gesamtwirtschaftlichen Schnitt nominal um 2,4 Prozent. Das gab das gewerkschaftsnahe WSI-Institut an. Ziehe man die Teuerungsrate von 1,8 Prozent ab, bleibe unter dem Strich nur eine Zunahme von 0,6 Prozent.

Über dem Durchschnitt lagen laut WSI-Tarifexperte Thorsten Schulten die Tariferhöhungen im Öffentlichen Dienst und im Gastgewerbe mit je 2,7 Prozent.

Bremsen Risiken den Höhenflug?

Der Bau profitiert von anhaltend niedrigen Zinsen, während die Unternehmen angesichts voller Auftragsbücher erneut mehr investieren dürften. Es gibt allerdings auch Risiken, die den Höhenflug bremsen könnten. "Dazu zählt die geopolitische Lage, besonders der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA sowie mögliche Eskalationen im Mittleren Osten", sagte DZ-Bank-Chefvolkswirt Stefan Bielmeier. "Das starke Schuldenwachstum in China weckt ebenfalls Besorgnis." Für die EU bleibe der Ausgang der Brexit-Verhandlungen ungewiss, ebenso wie die Lösung des Katalonien-Konflikts.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Januar 2018 um 11:00 Uhr.

Darstellung: