Arbeitszimmer | Bildquelle: dpa

Bundesfinanzhof zu Kosten für Arbeitszimmer "Büromäßig" reicht nicht

Stand: 27.01.2016 12:02 Uhr

Wer sein Arbeitszimmer zu Hause beruflich und privat nutzt, kann dies auch künftig nicht von der Steuer absetzen. Laut einer Grundsatzentscheidung des Bundesfinanzhofes sind auch "Arbeitsecken" steuerlich nicht absetzbar.

Von Anja Keber, BR

Schlechte Nachrichten für Zehntausende Steuerzahler: Wer zu Hause ein Arbeitszimmer hat, das er sowohl beruflich als auch privat nutzt, kann die Kosten dafür auch künftig nicht von der Steuer absetzen. Das hat der Bundesfinanzhof in München bekannt gegeben.

Die Begründung der Richter: Ein häusliches Arbeitszimmer setzt neben einem büromäßig eingerichteten Raum voraus, dass es ausschließlich oder nahezu ausschließlich für betriebliche oder berufliche Zwecke genutzt wird. Fehlt dies, sind die Aufwendungen insgesamt nicht abziehbar.

Eine Aufteilung der Kosten ist demnach nicht möglich. Damit sind auch Aufwendungen für eine so genannte Arbeitsecke, also beispielsweise ein Schreibtisch im Wohnzimmer, nicht abzugsfähig. Solche Räume dienen schon ihrer Einrichtung nach erkennbar privaten Wohnzwecken, heißt es in der Begründung des Großen Senats. Das oberste deutsche Finanzgericht hat damit eine Grundsatzentscheidung getroffen, der jahrelange Diskussionen vorausgegangen sind.

Gemischt genutzte Räume weiterhin nicht von der Steuer absetzbar
A. Keber, BR
27.01.2016 12:18 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 27. Januar 2016 um 15:00 Uhr.

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