Arbeiter auf einer Baustelle | Bildquelle: dpa

Konjunktur in Deutschland Immer mehr arbeiten immer mehr

Stand: 16.05.2017 12:12 Uhr

Mit der guten Konjunktur steigt in Deutschland auch die Zahl der Erwerbstätigen - im ersten Quartal 2017 erreichte sie den besten Wert für einen Jahresanfang seit der Wiedervereinigung. Hinzu kommt: Diejenigen, die arbeiten, leisten mehr.

Die gute Konjunktur treibt die Beschäftigung in Deutschland erneut auf ein Rekordhoch: Von Januar bis März stieg die Zahl der Erwerbstätigen gemessen am Vorjahreszeitraum um 638.000 auf 43,7 Millionen Menschen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Dies entspreche einem Plus von 1,5 Prozent und bedeute einen Höchststand in einem ersten Quartal seit Beginn der gesamtdeutschen Berechnungen im Jahr 1991.

Gemessen am vierten Quartal 2016 sank die Zahl der Erwerbstätigen zwar um 0,8 Prozent. Rückgänge zum Jahresauftakt sind aber saisonal üblich, da die Arbeit im Winter etwa auf dem Bau und in anderen Außenberufen ruht. Bereinigt um diesen Effekt, ergab sich ein Plus von 0,5 Prozent.

Neue Jobs bei Dienstleistern

Das Statistische Bundesamt verzeichnete aber einen Unterschied der Beschäftigung bei Arbeitnehmern und Selbstständigen: Während die Zahl der Erwerbstätigen in der ersten Gruppe um 1,7 Prozent auf 39,42 Millionen kletterte, sank die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger um 0,6 Prozent auf 4,28 Millionen.

Neue Jobs entstehen vor allem für Angestellte in verschiedenen Bereichen des Dienstleistungssektors - vor allem im öffentlichen Dienst sowie den Bereichen Erziehung und Gesundheit. Jobverluste gab es hingegen bei Banken und Versicherungen sowie in der Land- und Forstwirtschaft.

Die Deutschen arbeiten mehr

Doch nicht nur die Zahl der Erwerbstätigen ist gestiegen - auch das Volumen der geleisteten Arbeit wuchs kräftig. So stieg die Zahl der durchschnittlichen Arbeitsstunden pro Erwerbstätigen im ersten Quartal um 1,7 Prozent auf 351 Stunden. Multipliziert mit der Erwerbstätigenzahl ergab sich ein Plus von 3,2 Prozent auf 15,3 Milliarden Stunden - der höchste Stand seit dem dritten Quartal 1992.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 16. Mai 2017 um 12:00 Uhr und 13:00 Uhr in den Nachrichten.

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