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Stresstest für Spaniens Banken.

Ergebnis eines Stresstests

Spaniens Banken brauchen 60 Milliarden Euro

Der angeschlagene spanische Bankensektor braucht 59,3 Milliarden Euro zum Überleben. Das ergab eine Prüfung durch die US-Gesellschaft Oliver Wyman, die von der Regierung in Madrid und der spanischen Zentralbank veröffentlicht wurde.

Den höchsten Finanzbedarf hat demnach die bereits verstaatlichte Bankia, die auf 24,7 Milliarden Euro an finanzieller Unterstützung angewiesen ist. Die Analyse der US-Gesellschaft ist Grundlage, um die von der Eurozone benötigten Hilfen zu beziffern. Die Eurozone hatte Spanien im Juli eine Finanzspritze von bis zu 100 Milliarden Euro zugesichert, um die nach dem Platzen einer Immobilienblase im Jahr 2008 angeschlagenen Kreditinstitute zu stützen.

Madrid will um etwa 40 Milliaden Euro Hilfe bitten

Die EU-Kommission begrüßte die Veröffentlichung des Finanzbedarfs als einen zentralen Schritt, um die Branche zur Ruhe zu bringen. Die genaue Hilfssumme für den Sektor werde nun in den kommenden Monaten ermittelt. Die spanische Regierung erklärte, sie werde letztendlich um Hilfen in Höhe von etwa 40 Milliarden Euro bitten.

Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker zeigte sich erleichtert, dass der Bedarf unter 60 Milliarden Euro bleibt. Die tatsächlich zu leistende Hilfe werde zudem geringer ausfallen, weil sich die Banken nach eigenen Plänen selbst um frisches Kapital kümmern werden, sagte er. Diese künftigen Entwicklungen wurden in dem Stresstest nicht berücksichtigt, der von einem schlimmstmöglichen Szenario ausgeht.

Die Summe war erwartet worden

Die Finanzmärkte reagierten zunächst kaum auf die Ergebnisse des Stresstests, da er ersten Einschätzungen zufolge im Rahmen der Erwartungen lag. Zuletzt war man allgemein davon ausgegangen, dass die Banken 50 bis 60 Milliarden Euro benötigen werden, da sie bereits 20 Milliarden Euro zur Stopfung der Finanzlöcher erhalten haben.

Stand: 28.09.2012 19:11 Uhr

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