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Nach schlechten Erfahrungen mit der Privatisierung verstaatlicht Neuseeland seine Bahn jetzt wieder. Der Staat kaufe für 665 Millionen Neuseeländische Dollar (rund 335 Millionen Euro) die privatisierte Eisenbahn vom australischen Konzern Toll Holdings zurück, kündigte Finanzminister Michael Cullen an.
[Bildunterschrift: Neuseeland kauft privatisierte Bahn wieder zurück ]
Das Bahnsystem sei nach dem Verkauf Anfang der Neunzigerjahre heruntergewirtschaftet worden, gab Cullen zur Begründung an. Die Privatisierung sei eine schmerzhafte Lektion für das Land gewesen. Es habe sich gezeigt, dass es äußerst schwierig sei, ein profitables Unternehmen, das einen Beitrag zur wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung Neuseelands leisten soll, ohne Unterstützung der Regierung zu betreiben, erklärte Cullen weiter.
Die staatliche neuseeländische Bahn war 1993 für 400 Millionen Neuseeländische Dollar (202 Millionen Euro) an private Investoren verkauft worden, 2003 erwarb die australische Toll Holdings die Mehrheit. Das Schienennetz war bei der Privatisierung in der Hand des Staates geblieben. Bereits vor einigen Jahren hatte Neuseeland die ehemals staatliche Fluggesellschaft Air New Zealand aus privater Hand zurückgekauft.
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