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[Bildunterschrift: Bahn-Chef Grube verankert die Kundenzufriedenheit im Vergütungssystem der Spitzenmanager. ]
Die Bezahlung der Spitzenmanager der Deutschen Bahn richtet sich künftig auch danach, wie gut die Fahrgäste die Leistungen des Unternehmens beurteilen. Für jeden Konzernvorstand seien zum ersten Mal "die Kundenzufriedenheit und die Mitarbeiterzufriedenheit in den Vergütungssystemen verankert worden", sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube beim Neujahrsempfang des Konzerns. Die Bezahlung orientiere sich dabei an "messbaren, nachvollziehbaren Werten".
Die Deutsche Bahn misst seit Jahren mit umfangreichen Fahrgast-Umfragen die Zufriedenheit der eigenen Kunden. Für die Mitarbeiter muss eine solche Erhebung erst noch gestartet werden. Wie genau die Zufriedenheitswerte die Bezahlung der Manager beeinflussen, ließ Grube offen. Denkbar ist, dass die Entwicklung der Stimmung über einen bestimmten Zeitraum als Grundlage für die Berechnung der Bonuszahlungen der Bahn-Manager herangezogen wird. Ist die Stimmung besser, steigen sie; sinkt sie, sinken auch die Zahlungen an die Vorstände. Die Boni machen den größten Teil der Einkommen der Bahn-Vorstände aus, das Festgehalt stand 2010 für weniger als ein Drittel ihrer Gesamteinnahmen. "Jeder Konzernvorstand spürt ab sofort die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit im eigenen Portemonnaie", betonte Grube.
Der Konzernchef verpflichtete alle Führungskräfte des Unternehmens nach eigenen Angaben zu mindestens einem "Service-Tag" pro Jahr. Dabei sollen die Manager in Bahnhöfen, Reisezentren, Zügen oder Werkstätten mit den Kollegen an der Basis zusammenarbeiten. "Ich persönlich verbringe künftig rund 50 Prozent meiner Zeit mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Regionen - ob im Zug, im Reisezentrum oder bei der Fahrzeuginstandhaltung", versprach Grube.
Um die Zufriedenheit der Kunden und Wirtschaftlichkeit des Konzerns zu verbessern, will die Deutsche Bahn den Angaben zufolge innerhalb der nächsten fünf Jahre insgesamt 49,5 Milliarden Euro investieren. Zwei Drittel des Geldes soll in die Infrastruktur fließen. Das restliche Drittel will das Unternehmen für neue Fahrzeuge und zur Verbesserung der Qualität ausgeben.
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