Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Weitere ARD Online-Angebote.

21.11.2009

ARD-Logo

Suche in tagesschau.de

Hauptnavigation
Multimedia
  • VideoLivestream.tagesschau 02:45 Uhr
  • Videotagesschau24.
  • VideoLetzte Sendung.nachtmagazin 00:55 Uhr
Inhalt
Wirtschaft
Banner: Streik bei der Bahn

GDL plant Totalstreik ab Montag

Streit über Grundlagenvertrag mit Bahn

GDL plant den Totalstreik ab Montag

Manfred Schell (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: GDL-Chef Schell hat erneut zu Streiks im gesamten Bahnverkehr aufgerufen. ]
Die Lokführergewerkschaft GDL will vom kommenden Montag an in allen drei Transportbereichen der Bahn in einen unbefristeten Streik treten. Der Ausstand werde auch nicht abgebrochen, wenn die Deutsche Bahn ein neues Angebot vorlege, sagte GDL-Chef Manfred Schell. Der Streik beginne in der Nacht zum Montag um 00.00 Uhr: "Ab kommenden Montag stehen die Räder still." Ob und wie lange gestreikt werde, habe die Bahn in der Hand.

Beendet werden soll der Ausstand erst, wenn es eine Unterschrift unter dem Gehaltstarifvertrag gibt. Erst danach soll über den sogenannten Grundlagentarifvertrag wieder verhandelt werden. Darin soll unter anderem geregelt werden, für welche Berufsgruppen die bereits bestehende Tarifeinigung gilt. Schell äußerte sich erzürnt über das Vorgehen des Bahnvorstandes. Der von dem Unternehmen geforderte Grundlagentarifvertrag verstoße gegen die Koalitionsfreiheit, die im Grundgesetz garantiert sei. Bahn und GDL hatten ihre Verhandlungen über den Grundlagentarifvertrag am Montag ohne Einigung beendet.

Tarifeinigung im Detail:

- eigenständiger Tarifvertrag für Lokführer

- Einmalzahlung von 800 Euro für den Zeitraum vom 1. Juli 2007 (rückwirkend) bis 21. Februar 2008

- Lohnerhöhung um acht Prozent ab 1. März 2008 und nochmals um drei Punkte auf dann elf Prozent vom 1. September 2008 bis zum 1. Februar 2009

- ab 1. Februar 2009 Verringerung der Wochenarbeitszeit von 41 auf 40 Stunden bei gleichem Entgelt

- neue Entgeltstruktur für Lokomotivführer unter Berücksichtigung der Berufserfahrung und Qualifikationen


Einordnung ins Tarifgefüge

Abgestellte Loks auf dem Rangierbahnhof Maschen bei Hamburg (Foto: ASSOCIATED PRESS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Ab Montag könnten die Züge wieder auf dem Abstellgleis stehen bleiben. ]
Mit dem sogenannten Grundlagentarifvertrag will die Bahn ihr Verhältnis zur GDL regeln sowie die "konflikt- und widerspruchsfreie" Einordnung des eigenständigen Tarifvertrages in das Gesamttarifgefüge der Bahn sicherstellen. So soll festgeschrieben werden, für welche Tochterunternehmen die GDL als Tarifpartner auftritt und dass die Gewerkschaften gegenseitig ihre Tarifverträge anerkennen. Mehrere Entwürfe der Bahn wurden von der GDL bislang mit der Begründung abgelehnt, dass die Eigenständigkeit der GDL dadurch ausgehöhlt werde.

Mitglieder der Gewerkschaft Transnet  (Foto: dpa) Weitere Meldungen: Weitere Meldungen Transnet, GDBA und GDL Wen vertreten die drei Bahngewerkschaften? [mehr]

Probleme bereitet außerdem der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen der GDL und den Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA, die die Bahn ebenfalls als Voraussetzung für eine Vertragsunterzeichnung sieht. Diese Vereinbarung soll die Abstimmung zwischen den Gewerkschaften bei Tarifforderungen sowie den Geltungsbereich regeln.

Unklar ist beispielsweise, ob auch die rund 3000 Lokrangierführer unter den Vertrag fallen. Nachdem sich die Gewerkschaften bislang nicht geeinigt haben, sucht eine Arbeitsgruppe nach einer Lösung. Sie soll sich am Donnerstag oder Freitag erstmals treffen.

Stand: 04.03.2008 15:30 Uhr
 

© tagesschau.de

tagesschau.de ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW