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Zuggleise in der Dämmerung

Deutsche Bahn schließt Vertrag mit PESA

Polnische Züge für die deutsche Provinz

Die Deutsche Bahn hat zum ersten Mal Züge in Polen bestellt. Der Staatskonzern schloss Rahmenverträge mit dem Hersteller PESA über die Lieferung von bis zu 470 Zügen für den Regionalverkehr. Der Kaufpreis summiert sich auf maximal 1,2 Milliarden Euro.

Die Verträge sehen vor, dass die Fahrzeuge vom Typ LINK in verschiedenen Varianten bestellt werden können: als ein-, zwei- oder dreiteilige Dieseltriebzüge. Die Höchstgeschwindigkeit soll zwischen 120 und 140 Kilometern pro Stunde liegen. Auch die Zahl der Sitzplätze ist unterschiedlich. In der kleinsten Zugvariante sollen 50 Fahrgäste einen Sitzplatz finden.

Deutsche Bahn setzt auf Flexibilität und Wettbewerb

Logo der Deutschen Bahn nehmen einem Signal
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Die Deutsche Bahn hat sich um ersten Mal für einen Zughersteller aus Polen entschieden.

"Die Deutsche Bahn hat sich mit den Rahmenverträgen bewusst für ein hohes Maß an Flexibilität hinsichtlich der technischen Komponenten und der Ausstattungsmerkmale bei neuen Nahverkehrszügen entschieden", sagte Ulrich Homburg, der im Bahn-Vorstand für den Personenverkehr zuständig ist. Das Unternehmen schloss die Verträge nach eigenen Angaben auch mit Blick auf die zahlreichen Ausschreibungen, die in den nächsten Jahren im deutschen Nahverkehr anstehen. Dabei konkurriert die Konzerntochter DB Regio mit verschiedenen privaten Bahnunternehmen um die Aufträge.

In der Vergangenheit hatte die Deutsche Bahn wiederholt Probleme mit Zug-Herstellern. Diese lieferten die Fahrzeuge teilweise zu spät oder mit technischen Mängeln aus. Mit der Entscheidung für den polnischen Produzenten PESA, zu deren Kunden die Bahn noch nicht gehörte, verstärkt der Konzern den Konkurrenzkampf der Hersteller. "Es ist für uns ein wichtiges strategisches Ziel, mit Blick auf den deutschen Markt den Wettbewerb in der Branche auszuweiten und zu stärken", erklärte der Bahn-Technikvorstand Volker Kefer.

Regierung will Kontrolle der Bahn verstärken

Unterdessen brachte die Bundesregierung ein Gesetz auf den Weg, dass die Konkurrenz auf der Schiene verstärken und zu mehr Kontrolle der Deutschen Bahn führen soll. Der vom Kabinett beschlossene Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, dass die Deutsche Bahn ihre Preise für die Nutzung der Gleise von der Bundesnetzagentur vorab genehmigen lassen muss. Von der Kontrolle erfasst wird zudem der Bahnstrom, bei dem die Konkurrenten ähnlich wie bei den Gleisen auf die Deutsche Bahn angewiesen sind. Auf Bahnhöfen muss die DB zudem Platz für den Fahrkartenverkauf von Konkurrenten schaffen sowie deren Fahrpläne aushängen.

Stand: 19.09.2012 12:01 Uhr

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