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Die krisengeschüttelte Hypo Real Estate (HRE) hat die Einrichtung einer riesigen "Bad Bank" beantragt. Auf die Abwicklungsanstalt sollten toxische Wertpapiere sowie problembehaftete oder nichtstrategische Staatsanleihen und Immobilienkredite mit einem Volumen von bis zu 210 Milliarden Euro übertragen werden. Das teilte das Unternehmen mit, das mittlerweile am Markt als Deutsche Pfandbriefbank AG auftritt.
[Bildunterschrift: HRE-Chef Wieandt will mit einem radikalen Umbau und der "Bad Bank" das Institut aus der Krise führen. ]
HRE-Vorstandschef Axel Wieandt hatte bereits vor etwa einer Woche bestätigt, dass mit dem Finanzmarktstabilisierungsfonds SoFFin diese Möglichkeit der Auslagerung von Vermögenswerten geprüft wird. Die Summe von bis zu 210 Milliarden Euro fällt nun aber noch größer aus, als bisher angenommen. Wie es hieß, erwägt die HRE, vor allem Portfolien mit Papieren zur Staats- und Immobilienfinanzierung der Depfa Bank plc und der Deutschen Pfandbriefbank auf die Abwicklungsanstalt zu übertragen. Aber auch Vermögenswerte anderer Konzerngesellschaften, strukturierte Produkte und Handelspositionen mit erhöhten Ausfallrisiken könnten hinzukommen.
Die Münchner Bank hatte Ende 2008 wegen Fehlspekulationen der irischen Staatsfinanzierungstochter Depfa vor dem Aus gestanden. Der ehemalige Dax-Konzern wurde schließlich mit Milliardenhilfen anderer Banken und des Bundes gerettet. Wieandt baut das noch immer hohe Verluste schreibende Institut seitdem radikal um. Das als zukunftsträchtig erachtete Geschäft mit Immobilien- und Staatsfinanzierungen in Europa wurde in der Deutschen Pfandbriefbank gebündelt.
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