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Fabrikneue Fahrzeuge stehen in Reihen

Autoabsatz in der EU bricht ein

Stau hinter dem Fließband

Die schwache Konjunktur in der Europäischen Union lässt die Absatzzahlen der Autohersteller einbrechen. Drastisch zeigt sich die Entwicklung vor allem in Griechenland und Portugal. In den beiden Euro-Staaten, die derzeit von Hilfsprogrammen des Euro-Rettungsschirms profitieren und in einer tiefen Rezession stecken, schrumpften die Verkaufszahlen seit Jahresbeginn um mehr als 40 Prozent - verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.

EU-weit liegt das Minus in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres bei 7,1 Prozent. Diese Talfahrt beschleunigte sich im August erneut. Rund 688.000 neu zugelassene Pkw bedeuten einen Rückgang von 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Wachstum trotz Schwäche in Europa

Produktion bei VW
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Gegen den Trend verkaufte VW auch in Europa mehr Autos als im vergangenen Jahr.

Die Absatzprobleme treffen allerdings nicht alle Hersteller gleichermaßen. Der VW-Konzern verbuchte im August sogar ein leichtes Plus bei den europaweiten Neuzulassungen und erreicht für das Gesamtjahr das Vorjahresniveau. Auch Daimler schlägt sich vergleichsweise gut und verzeichnet lediglich leicht sinkende Absätze. Viele andere Autokonzerne mussten dagegen sowohl im August als auch im bisherigen Gesamtjahr Einbußen von deutlich mehr als zehn Prozent verkraften. Dazu zählen Fiat, Renault, PSA Peugeot Citroën, Ford und General Motors mit der deutschen Tochter Opel.

Die Gesamtbilanz der Hersteller fällt jedoch trotz der Probleme in Europa in vielen Fällen positiv aus. Dazu tragen insbesondere die steigenden Verkaufszahlen in China bei. BMW verkaufte in diesem Jahr weltweit bislang 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, Daimler meldete ein Plus von 5,1 Prozent und der VW-Konzern sogar einen Zuwachs von 10,2 Prozent.

Steigender Absatz in Großbritannien

Auch in den verschiedenen Ländern entwickelt sich die Situation für die Autoindustrie sehr unterschiedlich. In Deutschland liegen die Neuzulassungen seit Jahresbeginn bislang nur knapp unter dem Vorjahresniveau. Einige Staaten wie Großbritannien, Dänemark und Tschechien melden sogar einen Aufwärtstrend.

Neben Griechenland und Portugal spüren jedoch auch andere Euro-Länder enorme Folgen der Konjunkturschwäche. In Belgien sackte der Autoabsatz in diesem Jahr um 11,5 Prozent ab, in Frankreich um 13,4 Prozent und in Italien sogar um 19,9 Prozent.

Stand: 18.09.2012 11:29 Uhr

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