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Wirtschaft

Berliner Aufbau-Verlag meldet Insolvenz an

Geschäftsführer protestieren

Berliner Aufbau-Verlag meldet Insolvenz an

Aufbau-Verlag (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Gebäude des Aufbau-Verlags in Berlin: Das Unternehmen geht in Insolvenz ]
Die Berliner Aufbau-Verlagsgruppe geht in Insolvenz. Der früher bedeutendste Verlag der DDR mit großen Werkausgaben von Brecht bis Fontane werde beim Amtsgericht Charlottenburg Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen Überschuldung stellen, teilte ein Sprecher des Verlegers Bernd F. Lunkewitz mit. Hintergrund ist ein jahrelanger Rechtsstreit mit der früheren Treuhandanstalt um die tatsächlichen Eigentumsrechte beim Verkauf des Aufbau-Verlags nach dem Ende der DDR.

Die Geschäftsführung des Verlags hält die Insolvenz indes für vermeidbar. Die Insolvenz-Ankündigung des Verlegers sei nicht abgestimmt gewesen, betonten die Geschäftsführer Tom Erben und René Strien. Der "traditionsreiche und operativ erfolgreiche Verlag" müsse erhalten werden.

60 Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs

Der Verlag beschäftigt zurzeit etwa 60 Mitarbeiter. Im Jahr 2007 erzielte die Aufbau-Verlagsgruppe, zu der auch der Verlag Rütten und Loening gehört, nach Angaben der Geschäftsführer einen Umsatz von 14,2 Millionen Euro. Zu den meistverkauften Büchern zählten zuletzt Werner Bräunings postumer Überraschungserfolg "Rummelplatz" und die Autobiografie des Schauspielers Winfried Glatzeder. Frühere Bestseller waren "Die Päpstin" und die Tagebücher von Victor Klemperer.

Stand: 30.05.2008 14:59 Uhr
 

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