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Größter Nahverkehrsauftrag im Ausland

Deutsche Bahn betreibt Stockholms Straßenbahn

Die Deutsche Bahn hat einen wichtigen Erfolg in ihrem internationalen Geschäft verbucht. Sie erhielt den größten Auslandsauftrag ihrer Firmengeschichte im Nahverkehr. Die Tochterfirma Arriva soll von 2012 an für zwölf Jahre Busse und Bahnen der schwedischen Hauptstadt Stockholm betreiben. Jährlich sollen dann 65 Millionen Passagiere befördert werden, teilte die Bahn mit.

Sie plant dafür den Einsatz von 550 Bussen, 45 Zügen und 37 Straßen- und Stadtbahnen. Der Betrieb soll dem Vertrag zufolge in zwei Stufen aufgenommen werden: Die erste Phase beginne im August 2012, die zweite im Januar 2013. Arriva Schweden will für den Betrieb des Stockholmer Nahverkehrs 1400 zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

Straßenbahn in Stockholm (Archiv)
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Eine Straßenbahn in Stockholm: Künftig sollen Wagen der DB-Tochter Arriva durch Schwedens Hauptstadt rollen.

Auftragswert liegt bei 1,75 Milliarden Euro

In Branchenkreisen wird der Wert des Auftrags auf etwa 1,75 Milliarden Euro geschätzt. Er ist damit zugleich des größte in der Geschichte des schwedischen Nahverkehrs. Den Auftrag hatte die Stockholmer Nahverkehrsgesellschaft Storstockholm Lokaltrafik ausgeschrieben. Bis Anfang Dezember kann gegen die Vergabe noch Einspruch erhoben werden.

Die Deutsche Bahn hatte 2010 mit dem Kauf der britischen Arriva, dem teuersten ihrer Geschichte, die Expansion im europäischen Nahverkehr vorangetrieben. Da in Deutschland die Bundesländer zunehmend Regionalverkehr im Wettbewerb vergeben, verliert die Bahn hier Anteile. Sie kontrolliert aber noch immer rund 80 Prozent des Marktes.

Stand: 25.11.2011 16:54 Uhr

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