argentinisches Steak | Bildquelle: AFP

Präsident will Wirtschaft ankurbeln Argentinien streicht Agrar-Export-Steuern

Stand: 14.12.2015 21:35 Uhr

"Null-Armut" - so lautet ein politisches Hauptziel des neuen argentinischen Präsidenten Macri. Mit einer Kehrtwende in der Wirtschaftspolitik will er die Armut bekämpfen. Dafür kündigte Macri nun einen ersten Schritt an.

Argentiniens neuer Präsident Mauricio Macri macht Ernst mit raschen Wirtschaftsreformen. Er verkündete, die Exportsteuern auf Fleisch, Weizen, Mais und andere Agrarprodukte zu streichen, um die Ausfuhr dieser Güter wieder anzukurbeln. Bisher wurden bis zu 35 Prozent Steuern erhoben - beim berühmten argentinischen Rindfleisch 15 Prozent.

Damit versuchte die linke Vorgängerregierung von Cristina Kirchner den inländischen Konsum zu unterstützen - bei einem zu starken Export wurden zu hohe Preise im Inland befürchtet.

Höhere Steuereinnahmen durch mehr Exporte?

Macri setzt nun darauf, dass durch bessere Geschäfte im Ausland die Unternehmen am Ende mehr Steuern an den Staat abführen als bisher. Er betonte, ohne eine funktionierende und gut verkaufende Landwirtschaft komme das Land nicht voran. Durch die hohen Steuern war der Export zurückgegangen. Deutschland ist einer der wichtigsten Abnehmer des Rindfleisches.

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