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Kalenderblatt

Jeder Vierte arbeitet am Wochenende

Samstags gehört Vati wieder der Firma

Für viele Beschäftigte in Deutschland gehört Arbeiten in der Nacht und am Wochenende inzwischen zum Alltag. Ein Viertel war 2011 auch samstags im Einsatz, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Vor 15 Jahren waren es noch 18,8 Prozent gewesen. An Sonntagen mussten im vergangenen Jahr 14,5 Prozent aller Beschäftigten regelmäßig arbeiten. Kurz nach der Wiedervereinigung hatte dieser Anteil noch bei zehn Prozent gelegen. Die vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) einst mit dem Slogan "Samstags gehört Vati mir" erkämpfte Fünf-Tage-Woche mit einem freien Wochenende wird laut diesen Zahlen allmählich seltener.

Jeder Zehnte arbeitet nachts

Werbeschild mit Öffnungszeiten am Samstag
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Am Samstag müssen nicht nur im Handel viele Beschäftigte arbeiten.

Fast jeder Zehnte hat zudem regelmäßig Nachtdienst - ein leichter Anstieg im Vergleich zur Situation Mitte der 1990er-Jahre. Wesentlich stärker nahm seither die Abendarbeit in der Zeit zwischen 18 und 23 Uhr zu. In diesen Stunden waren 2011 bereits 27 Prozent der Erwerbstätigen regelmäßig am Arbeitsplatz. 20 Jahre zuvor lag dieser Anteil noch bei 15 Prozent.

Die Statistiker begründen die Entwicklung unter anderem mit der Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. Sie verweisen zudem darauf, dass vor allem Selbstständige oft abends und am Wochenende arbeiten.

Jeder Achte hat eine 48-Stunden-Woche

Vollzeitbeschäftigte kamen 2011 im Durchschnitt auf eine Arbeitszeit von 40,7 Stunden pro Woche. Das sind 40 Minuten mehr als noch Mitte der 1990er-Jahre. Dagegen sank die durchschnittliche Arbeitszeit von Teilzeitkräften in diesem Zeitraum um eine auf 18,2 Stunden. Die Mittelwerte verdecken allerdings, dass überlange Arbeitszeiten längst für viele Normalität sind. Jede achte Vollzeitkraft arbeitet mehr als 48 Stunden pro Woche. Beim Führungspersonal ist das laut den Statistikern fast die Regel. Generell gilt: Je älter die Beschäftigten, desto länger sind die durchschnittlichen Arbeitszeiten.

Allerdings sank die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Erwerbstätigen in Deutschland innerhalb der vergangenen 20 Jahre um etwa drei Stunden. Der Grund dafür ist vor allem die wachsende Zahl der Teilzeitkräfte. Deren Anteil an den Beschäftigten verdoppelte sich seit 1991.

Mehr Nacht- und Wochenendarbeit
M. Braun, DLF
20.08.2012 14:55 Uhr

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Stand: 20.08.2012 10:21 Uhr

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