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21.11.2009

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Wirtschaft
Agentur für Arbeit

Zahl der Arbeitslosen um 253.000 gestiegen

Arbeitsmarkt im Januar

Milder Winter bremst Anstieg der Arbeitslosigkeit

Arbeitsamtschild und ältere Arbeitnehmerin Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Im Januar gab es zwar mehr Arbeitslosen, aber nicht so viele wie vor einem Jahr. ]
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar wegen des milden Winters nur leicht gestiegen. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, waren im Januar 3,659 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 253.000 mehr als im Dezember 2007. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging die Zahl allerdings um 625.000 zurück. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,6 Punkte auf 8,7 Prozent zu. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 10,2 Prozent gelegen.

Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Januar um 89.000 auf 3,412 Millionen gesunken. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 55.000 ab, im Osten um 34.000.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit betraf im Januar vor allem Bezieher von Arbeitslosengeld I. Deren Zahl wuchs um rund 200.000, wie BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker erläuterte. Etwa ein Fünftel der im Januar arbeitslos gewordenen Menschen sind Bezieher von Grundsicherung (sogenannte Hartz-IV-Empfänger).

Weise sieht positive Entwicklung

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Sieht am Arbeitsmarkt eine positive Entwicklung: BA-Chef Weise ]
Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte, die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setze sich fort. Die Zahl der arbeitslosen Menschen sei im Januar weniger stark gestiegen als üblich. "Das Beschäftigungswachstum hält an, und die Arbeitskräftenachfrage bleibt auf hohem Niveau stabil", sagte Weise. Gründe dafür sei die robuste Konjunktur. Auch die milden Temperaturen im Januar könnten zu dem hohen Beschäftigungsniveau beigetragen haben, führte Weise aus.

Für 2008 prognostiziert die Bundesagentur weiter eine durchschnittliche Arbeitslosigkeit von 3,5 Millionen Menschen nach 3,8 Millionen im Jahr 2007. „Bei aller Kenntnis der internationalen Finanzkrise, des hohen Ölpreises und der Dollarkrise halten wir diese Prognose aufrecht“, erklärte der BA-Vorstandsvorsitzende.

Mehr Erwerbstätige in Deutschland

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es im Dezember 2007 rund 40,15 Millionen Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland. Das waren 596.000 mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag im November mit 27,46 Millionen um 545.000 über dem Vorjahreswert.

Fast eine Million freie Stellen

Im Januar standen der Nürnberger Behörde 933.000 Stellen zur Vermittlung zur Verfügung - 131.000 Stellen mehr als im Vorjahr. Gesucht waren vor allem Mitarbeiter in kaufmännischen Berufen wie 22 000 Verkäufer und Warenkaufleute, 18.000 Werbe- und Dienstleistungskaufleute sowie 18.000 Bürofachkräfte. Das Handwerk hat 21.000 Stellen für Elektriker und 17.000 für Schlosser zu vergeben. Außerdem werden 14.000 Kraftfahrer und ebenso viele Mitarbeiter im Lager- und Transportbereich gesucht.

Stand: 31.01.2008 12:14 Uhr
 

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