Arbeitsagentur in Halle | Bildquelle: dpa

Arbeitsmarktzahlen Der Aufschwung geht weiter

Stand: 02.11.2017 10:04 Uhr

Im Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen auf 2,389 Millionen und damit auf den niedrigsten Wert in diesem Monat seit der Wiedervereinigung gesunken. Ökonomen gehen davon aus, dass sich der Aufschwung fortsetzen könnte.

Die Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter: Im Oktober waren laut Arbeitsagentur 2,389 Millionen Menschen ohne Job. Das ist der niedrigste Wert in diesem Monat seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl um 60.000. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Erwerbslosen um 151.000 zurück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,4 Prozent.

Agentur für Arbeit @Bundesagentur
#Arbeitsmarkt im Oktober: starke Herbstbelebung, gute Entwicklung: 3,37 Mio #Unterbeschäftigte, 2,39 Mio Arbeitslose https://t.co/xjNw1Euq1N

Starke Herbstbelebung

"Die sehr gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält an", sagte BA-Chef Detlef Scheele. Durch die kräftige Herbstbelebung sei die Arbeitslosigkeit sogar stärker als üblich gesunken. Die Beschäftigung sei weiter gewachsen, auch die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern habe erneut zugenommen. Im Oktober waren 780.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 88.000 mehr als vor einem Jahr.

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Der Arbeitsmarkt im Oktober 2017

Arbeitslosigkeit (absolute Zahlen und Quote)

Arbeitslosigkeit (absolute Zahlen und Quote)

Aufschwung stabil

Bei den Prognosen für 2018 sind sich Arbeitsmarktexperten uneinig: Während etwa die Allianz einen Rückgang der Erwerbslosen um 100.000 nicht ausschließt, gehen andere Geldinstitute von einer Stagnation aus, die BayernLB sogar von einer Zunahme der Arbeitslosenzahl zwischen 50.000 bis 100.000. Einen Grund sieht deren Experte Stefan Kipar in der von ihm für 2018 erwarteten stärker steigenden Zahl von arbeitslosen Flüchtlingen.

Grundsätzlich gehen die Ökonomen aber von einem anhaltenden Konjunkturboom aus. Alles deute sowohl für dieses als auch für das nächste Jahr auf ein stabiles Wirtschaftswachstum hin, betonten sie in einer Umfrage der dpa.

IAB: Weichen für die Zukunft stellen

Dennoch mahnen Forscher, nun die Weichen für die Zukunft zu stellen: "Gerade jetzt müssen die Weichen gestellt werden, um zu weiteren Fortschritten zu gelangen und für kommende Krisen gewappnet zu sein", fordert etwa das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Wissenschaftler anderer Forschungsinstitute sehen das ähnlich.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 02. November 2017 um 10:00 Uhr.

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