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[Bildunterschrift: Ein älterer Arbeitssuchender vor einer Arbeitsagentur ]
Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Mai erstmals seit 15 Jahren wieder unter die Marke von 3,3 Millionen gesunken. Allerdings ging die Zahl nicht so stark zurück wie sonst um diese Jahreszeit. Erstmals seit März 2006 nahm die Zahl der Erwerbslosen saisonbereinigt sogar wieder leicht um 4000 zu, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte.
Die Erwerbslosenzahl fiel gegenüber dem Vormonat um 131.000 auf 3,283 Millionen. Gegenüber Mai 2007 ergab sich eine Verminderung um 529.000. Die Arbeitslosenquote erreichte damit 7,8 Prozent, 0,3 Prozentpunkte weniger als im April.
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit sei damit weniger stark als erwartet ausgefallen, erklärte die BA. Es bliebe aber eine positive Grundtendenz am Arbeitsmarkt erhalten. "Der Abbau der Arbeitslosigkeit geht weiter, aber nicht mehr in dem Maße wie im Vorjahr", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Dass die saisonbereinigte Zahl erstmals seit längerem anstieg, sollte nach Worten von Weise nicht überbewertet werden. "Der leichte saisonbereinigte Anstieg sollte nicht als erstes Zeichen einer Eintrübung gewertet werden", sagte er.
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Derzeit gingen vor allem im öffentlichen Dienst, bei Banken und Versicherungen, aber auch in der Baubranche wieder Arbeitsplätze verloren. "Alle anderen Branchen stellen dagegen weiterhin Mitarbeiter ein", erläuterte Weise. Besonders in den Bereichen Transport, Logistik und Verkehr sowie das Gesundheitswesen entstünden Jobs.
Auch der stellvertretende Verwaltungsratschefs der BA, Peter Clever, sprach im Deutschlandfunk von einer Verlangsamung der Entspannung am Arbeitsmarkt. Ein Grund dafür sei, dass die hohen Energiepreise, der starke Euro und die Schwäche der US-Konjunktur nun durchschlügen.
Clever plädierte auch für Änderungen an der Arbeitsmarktstatistik, um sie aussagekräftiger zu machen. So bemängelte er, dass Beschäftigung auf dem zweiten Arbeitsmarkt als normale Beschäftigung gezählt werde und dass Menschen in Qualifizierungsmaßnahmen ebenfalls nicht in den Arbeitslosenzahlen auftauchten. Hier gehe es zusammen um mehr als 500.000 Menschen.
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