Arbeitsagentur | Bildquelle: dpa

Zahlen für November Trend bestätigt - noch weniger Arbeitslose

Stand: 01.12.2015 12:00 Uhr

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sinkt weiter: Im November waren 2,633 Millionen Menschen auf Jobsuche. Noch niedriger war die Arbeitslosenzahl zuletzt im Juni 1991. Auch innerhalb der EU geht es aufwärts.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November erneut gefallen. Im Vergleich zum Vormonat sank der Wert um 16.000 auf 2,633 Millionen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,0 Prozent. Laut Bundesagentur für Arbeit gab es damit 84.000 weniger Erwerbslose als vor einem Jahr.

Zahl der Erwerbslosen sinkt weiter
tagesschau24 10:15 Uhr, 01.12.2015, Hubert Feller, WDR

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Kasse der Bundesagentur gut gefüllt

Noch niedriger war die Arbeitslosenzahl zuletzt im Juni 1991 mit damals 2,435 Millionen Erwerbslosen. "Damit hat sich der Arbeitsmarkt auch in diesem Monat gut entwickelt", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Erwerbstätigkeit und Beschäftigung hätten erneut kräftig zugenommen.

Weil sich im November ein Trend fortsetzte, sind die Kassen der Bundesagentur gut gefüllt. Bis zum Jahresende werde die Behörde voraussichtlich ein Plus von 3,13 Milliarden Euro erwirtschaftet haben, sagte Weise. Als Ursache der guten Zahlen nannte Weise die deutlich gesunkenen Ausgaben für Arbeitslosen-Förderung und Insolvenzgeld.

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Der Arbeitsmarkt im November 2015

Arbeitslosigkeit (absolute Zahlen und Quote)

Arbeitslosigkeit (absolute Zahlen und Quote)

Deutschland Spitzenreiter in der EU

Auch innerhalb der EU kommt der Arbeitsmarkt in Schwung. Laut Eurostat waren im Oktober etwa 17,2 Millionen Frauen und Männer auf Jobsuche.

Dies sind 13.000 weniger als im September und 1,3 Millionen weniger als vor einem Jahr. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote sank damit unerwartet auf den tiefsten Stand seit Januar 2012.

Spitzenreiter mit der niedrigsten Arbeitslosenquote ist Deutschland. Nach der EU-Rechnung, die nach anderen Kriterien aufgestellt wird, beträgt die Quote 4,5 Prozent. Schlusslichter sind Griechenland mit 24,6 Prozent (im August) und Spanien mit 21,6 Prozent.

Experten: Effekte der Zuwanderung erst 2017 spürbar

Die steigende Zuwanderung wird nach Einschätzung von Volkswirten wahrscheinlich erst im Jahr 2017 voll auf dem deutschen Arbeitsmarkt durchschlagen - und für stärker wachsende Arbeitslosenzahlen sorgen.

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