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Jahresabschluss mit ersten Umsatzminus seit 2001 Abwärtstrend bei Apple hält an

Stand: 26.10.2016 01:12 Uhr

Der Technologiekonzern Apple hat im abgelaufenen Quartal 2,5 Millionen iPhones weniger verkauft als ein Jahr zuvor. Die Umsätze sanken dadurch nicht nur das dritte Quartal in Serie, sondern bezogen auf das gesamte Geschäftsjahr sogar zum ersten Mal seit 2001.

Der Technologiekonzern Apple hat zum ersten Mal seit 15 Jahren ein Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang beendet. Im abgelaufenen Schlussquartal des Apple-Geschäftsjahres 2015/2016 sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 46,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn brach sogar um 19 Prozent auf neun Milliarden Dollar ein. Im gesamten Geschäftsjahr verbuchte das Unternehmen damit einen Umsatzrückgang um acht Prozent auf 215,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn sank ebenfalls deutlich auf 45,7 Milliarden Dollar.

Dass der Konzern das dritte Quartal hintereinander sinkende Umsätze verzeichnete, lag vor allem an den sinkenden Verkaufszahlen der iPhones. Apple verkaufte im abgelaufenen Quartal 45,51 Millionen seiner Smartphones, die zwei Drittel des gesamten Konzernumsatzes ausmachen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der iPhone-Absatz noch bei 48,05 Millionen Geräten. Hier machte sich besonders die wachsende Konkurrenz aus Asien bemerkbar. Allein auf dem chinesischen Markt sanken die Apple-Umsätze im zurückliegenden Quartal um fast 30 Prozent. Allerdings kam das neue iPhone 7 erst kurz vor Ende des Quartals auf den Markt.

Apple-Chef Tim Cook bei der Vorstellung des iPhone 7 | Bildquelle: AP
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Apple-Chef Tim Cook ist angesichts der Nachfrage nach dem iPhone 7 optimistisch.

iPhone 7 sorgt für Optimismus

Die aktuelle Nachfrage nach dem neuesten Modell stimmt das Unternehmen allerdings vor allem für das Weihnachtsgeschäft sehr zuversichtlich. Beim neuen iPhone 7 übertreffe die Nachfrage immer noch das verfügbare Angebot, sagte Konzernchef Tim Cook. Apple-Finanzchef Luca Maestri fügte auf Nachfrage hinzu, es sei "unmöglich zu wissen", ob der Konzern vom Desaster des Konkurrenten Samsung profitieren werde. Die Südkoreaner hatten nach Bränden beim Galaxy Note 7 das Gerät aus dem Verkehr gezogen und den Verkauf dauerhaft gestoppt.

Die Geschäfte jenseits des iPhones entwickelten sich im abgelaufenen Quartal für Apple sehr unterschiedlich. Beim Tablet-Computer iPad setzte sich der Absatzrückgang mit einem Minus von sechs Prozent auf 9,27 Millionen Geräte fort. Dank der teureren Modelle der iPad-Pro-Reihe blieb der Umsatz aber stabil bei 4,25 Milliarden Dollar. Bei den Mac-Computern sackten die Verkäufe kurz vor der erwarteten Aktualisierung der Modellpalette um 14 Prozent auf rund 4,89 Millionen Geräte ab. Das Service-Geschäft, auf das der Konzern angesichts der sinkenden Hardware-Erlöse einen stärkeren Fokus setzt, wuchs um fast ein Viertel auf 6,32 Milliarden Dollar. Dazu gehören Erlöse etwa aus dem Streaming-Dienst Apple Music, dem Verkauf von Apps oder Speicherplatz in der iCloud. Im Bereich "andere Produkte" brach der Umsatz um 22 Prozent auf 2,37 Milliarden Dollar ein. Das dürfte eine Folge des Absatzrückgangs bei der Apple Watch sein.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Oktober 2016 um 11:30 Uhr.

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