Internet-Konzern auch Streaming-Anbieter Bei Amazon spielt die Musik - ein wenig
Stand: 12.06.2014 09:57 Uhr
Der Online-Händler Amazon hat einen Musikdienst gestartet, der für seine Kunden mit Prime-Mitgliedschaft in den USA kostenlos ist. Der Service, über den schon lange spekuliert wurde, ging ohne große Ankündigungen online.
Amazon verspricht zum Start über eine Million Songs im Angebot ohne Werbung. Damit nimmt der Wettbewerb im Geschäft mit Musik-Streaming aus dem Netz zu. Der Konzern hatte in den USA den Preis der Prime-Mitgliedschaft, die eine schnellere kostenlose Lieferung beinhaltet, von 79 auf 99 Dollar im Jahr angehoben. Dafür wurde ein kostenloses Angebot an TV-Sendungen und Filmen integriert. Das Video-Streaming ist inzwischen auch für Prime-Kunden in Deutschland verfügbar.
Noch fehlen viele Titel
Der Prime-Musikdienst werde allerdings kaum Neuerscheinungen enthalten sowie keine Songs aus dem Katalog des Branchenführers Universal Music, schrieb die "New York Times". Die Verhandlungen mit der Musikbranche hätten vor rund einem halben Jahr begonnen und seien durch Differenzen über den Preis gebremst worden.
Mit Universal Music habe sich der Online-Händler bis zum Schluss nicht einigen können, die beiden anderen Schwergewichte Sony und Warner Music seien hingegen mit an Bord. Laut "New York Times" bot Amazon kleinen Musik-Labels für das Abspielen ihrer Titel Geld aus einem Fonds in jährlicher Höhe von fünf Millionen Dollar (3,7 Millionen Euro); größere Musik-Label sollten demnach höhere Pauschal-Zahlungen bekommen.
Streaming großer Wachstumsmarkt
Musik-Streaming-Dienste wie Deezer, Simfy, Spotify, Juke oder Rhapsody bieten Zugang zu einer riesigen Palette von Songs, die sich Nutzer jederzeit anhören können. Die Nutzer kaufen die Songs nicht und laden sie nicht dauerhaft herunter, sondern hören sie einmalig als Audio-Stream per Internetverbindung. Apple kaufte jüngst den Kopfhörer-Anbieter Beats, der auch einen Streaming-Dienst hat.
