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Standorte in den USA Amazon kündigt 100.000 neue Jobs an

Stand: 12.01.2017 17:21 Uhr

Immer wieder fordert der designierte US-Präsident Trump von amerikanischen Unternehmen, Jobs im eigenen Land zu schaffen. Ob das Amazon beeinflusst hat? Der Online-Händler kündigte nun 100.000 neue Arbeitsplätze an - binnen 18 Monaten.

Der Online-Händler Amazon will in den kommenden eineinhalb Jahren 100.000 neue Jobs in den USA schaffen, kündigte das US-Unternehmen an. Damit werde die Zahl der Mitarbeiter in den USA auf mehr als 280.000 steigen. In den vergangenen fünf Jahren habe Amazon nach eigener Aussage bereits mehr als 150.000 Mitarbeiter eingestellt.

Die Mitteilung erfolgte eine gute Woche vor der Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Trump hat neue Arbeitsplätze innerhalb der USA versprochen und sich gegen die Abwanderung von Produktionsstätten ins Ausland ausgesprochen. Er forderte wiederholt Unternehmen auf, Jobs in den USA zu schaffen.

Der Konzern begründete die massive Expansion der Belegschaft allerdings nicht mit dem Regierungswechsel in Washington, sondern mit der geplanten Weiterentwicklung von Amazon vom Online-Händler zu einem diversifizierten High-Tech-Unternehmen mit Sparten wie künstlicher Intelligenz und Cloud-Speichertechnik. "Innovation ist eines unserer leitenden Prinzipien bei Amazon, sie hat Hunderttausende amerikanische Jobs geschaffen", erklärte Amazon-Chef Jeff Bezos.

Trump drohte mit "Grenzsteuer"

Die neuen Job-Möglichkeiten stünden Menschen aus dem ganzen Land und mit jeder Art von Erfahrung, Ausbildung und Können offen, hieß es in einer Amazon-Mitteilung. Bezos erläuterte, das Unternehmen wolle USA-weit weitere Logistik- und Kundendienstzentren eröffnen. In diesen Zentren sollten viele Jobs auch jenseits des Konzernsitzes Seattle oder der High-Tech-Region Silicon Valley entstehen.

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Nach Trumps Wahlsieg hatten bereits Unternehmen wie Ford, Fiat-Chrysler und Carrier angekündigt, in den USA neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Erst am Mittwoch hatte er auf einer Pressekonferenz US-Unternehmen mit einer "hohen Grenzsteuer" gedroht, wenn sie ihre Produktion ins Ausland - etwa nach Mexiko - verlagerten.

Bezos hatte nicht zu Trumps Unterstützern im Präsidentschaftswahlkampf gezählt. Trump hatte Bezos, der auch Eigentümer der "Washington Post" ist, vorgeworfen, die Zeitung als "politische Waffe" im Wahlkampf gegen ihn einzusetzen. Im vergangenen Monat folgte Bezos dann allerdings einer Einladung Trumps zu einem Treffen mit High-Tech-Unternehmern in New York.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 12. Januar 2017 um 17:00 Uhr.

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