Ein Fahrzeug des US-Onlinehändlers Amazon mit der Aufschrift "amazon fresh" fährt durch New York. | Bildquelle: dpa

Online-Versandhandel Liefert Amazon bald frische Steaks?

Stand: 22.03.2017 15:28 Uhr

In den USA und Großbritannien gibt es den Dienst bereits, Deutschland soll nun folgen: Der Online-Versandhändler Amazon will Kunden offenbar bald mit frischen Lebensmitteln beliefern. Dazu verbündet er sich laut Medienberichten mit der Posttochter DHL.

Der Internethändler Amazon steht offenbar kurz davor, seinen Lieferdienst für frische Lebensmittel in Deutschland zu starten. Wie das "Handelsblatt" berichtet, soll das Angebot ab April zunächst in Berlin verfügbar sein. Die Posttochter DHL solle exklusiver Lieferpartner werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Branchenkreise. Ein Sprecher lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab.

Wie auch die "Süddeutsche Zeitung" meldete, baut Amazon für den neuen Lieferdienst zudem eine Logistikhalle in München. So schnell wie möglich solle ein flächendeckender Service für ganz Deutschland aufgebaut werden, heißt es in dem "Handelsblatt"-Bericht.

Frisches Obst, Fisch und Fleisch könnten also bald von Amazon statt aus dem Supermarkt kommen. Bisher beschränkt sich Amazon im Lebensmittelbereich meist auf Haltbares aus dem Glas oder der Dose. Frisches wird bisher von Drittanbietern verkauft.

"Amazon Fresh" heißt der Dienst in den USA

Unter dem Namen "Amazon Fresh" bietet der Konzern bereits in einigen Regionen in den USA und Großbritannien die Lieferung frischer Lebensmittel an. Ein Start für Deutschland wurde ebenfalls angekündigt, bisher hat Amazon aber kein Datum oder andere Details dazu genannt.

Bereits jetzt können sich "Prime Now"-Kunden in Berlin und München frische Lebensmittel liefern lassen.

Die Post bietet mit ihrem Online-Shop Allyouneed Fresh bereits seit längerem Lebensmittel an. Auch Rewe bietet Kunden in einigen Regionen einen Lieferservice an. Bei beiden fallen Liefergebühren erst ab einer Mindestbestellmenge weg. Es ist unklar, wie die Details bei Amazon sein werden. Möglicherweise muss dafür eine Art Abogebühr gezahlt werden - also wie bei Amazon Prime.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. März 2017 um 11:30 Uhr.

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