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Alte Öl- und Gasheizungen

Altmaier will Abwrackprämie für den Heizungskeller

Alte ausrangierte Heizkörper nach einer Gebäude-Sanierung: Die Bundesregierung erwägt eine Abwrackprämie für alte Heizanlagen.
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Alte ausrangierte Heizkörper: Eine Abwrackprämie soll die Energiewende voranbringen.

Die Bundesregierung denkt über eine Abwrackprämie für alte Öl- und Gasheizungen nach. Entsprechende Pläne befänden sich derzeit in der Ressortabstimmung, sagte Umweltminister Peter Altmaier (CDU) im Bayerischen Rundfunk. Details nannte er nicht. Es sei auch "gar nicht klar, ob und wie solche bestimmte Regelungen kommen", schränkte Altmaier ein.

Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, dass ein Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes Hauseigentümern eine Einmalprämie verspreche, wenn sie ihre alte Öl- oder Gasheizung gegen eine neue Anlage tauschen.

30 bis 40 Millionen Haushalte betroffen

Die Höhe der angedachten Prämie blieb noch offen. Finanziert werden solle diese über eine Abgabe von Heizöl- und Gashändlern. Der Deutsche Mieterbund befürchtet, dass die Händler die Kosten direkt an die Verbraucher weitergeben. "Das macht das Wohnen noch teurer", sagte der Bundesdirektor des Mieterbundes, Lukas Siebenkotten.

Der Präsident des Eigentümerverbandes "Haus und Grund", Rolf Kornemann, sagte dem Blatt: "Solche Fördermodelle sind nichts anderes als eine Strafsteuer für Öl und Gas." Betroffen wären rund 30 bis 40 Millionen deutsche Haushalte, die mit Öl oder Gas heizen.

Nahles: "Altmaier betreibt Augenwischerei"

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles kritisierte unterdessen den gestern vorgestellten 10-Punkte-Plan Altmaiers für die Energie- und Umweltpolitik als unzureichend. Kostenlose Energieberatung für die Bürger sei "zu wenig". Altmaier betreibe damit "Augenwischerei", sagte Nahles der "Passauer Neuen Presse".

Interview mit Umweltminister Altmaier zur Energiewende
br
17.08.2012 10:12 Uhr

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Altmaier setzt bei der Energiewende vor allem auf eine Reduzierung des Energieverbrauchs durch eine bessere Koordination und flächendeckende Beratung. Vor allem für einkommensschwache Haushalte und Rentner sollen nach seinen Vorstellungen so weitere Preiserhöhungen für Strom und Gas abgefedert werden.

Nahles zufolge müsse viel mehr das Programm für energetische Gebäudesanierung neu aufgelegt und aufgestockt werden. "Sanierung ist die wirksamste Einsparmöglichkeit", sagte die SPD-Politikerin. Bund und Länder streiten derzeit noch im Vermittlungsausschuss über Aufteilung der Kosten für entsprechende Fördermaßnahmen.

Altmaier stellt Zehn-Punkte-Programm zur Energiewende vor
tagesschau 20:00 Uhr, 16.08.2012, Arnd Henze, ARD Berlin

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Stand: 17.08.2012 10:42 Uhr

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