A380 auf der internationalen Luftfahrtmesse in Le Bourget (Bildquelle: REUTERS)

Luftfahrtschau in Le Bourget Airbus punktet mit Großaufträgen

Stand: 17.06.2013 15:05 Uhr

Internationale Luftfahrtmesse in Le Bourget (Bildquelle: AFP)
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Doric-Chef Lapidus (r) und der Airbus-Vorstandsvorsitzende Leahy verkündeten die Bestellung

Der Flugzeugfinanzierer Doric Asset Finance will 20 Exemplare des Airbus-Riesenjets A380 bestellen. Dies teilten beide Unternehmen auf der Luftfahrtschau in Le Bourget bei Paris mit. Laut Preisliste hat die A380-Bestellung einen Gesamtwert von acht Milliarden Dollar (6,0 Mrd Euro). Außerdem stockte der Flugzeugfinanzierer ILFC seine Bestellung von Mittelstreckenjets aus der A320neo-Familie von 100 auf 150 Maschinen auf.

Dazu zog das Unternehmen Kaufoptionen, die es schon früher mit Airbus vereinbart hatte. Der Auftrag für die A320neo-Jets kommt auf rund fünf Milliarden Dollar. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Rabatte im zweistelligen Prozentbereich üblich.

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Flugschau in Le Bourget

Ein Airbus A 380 fliegt am Himmel über Le Bourget

Mit Milliardenaufträgen für die hart konkurrierenden Flugzeugbauer Airbus und Boeing hat die internationale Luftfahrtmesse im französischen Le Bourget begonnen. Dieser Airbus A 380 (r.) fliegt über den Flughafen von Le Bourget (Foto: AFP)

Doric will die A380-Jets an mehrere Fluggesellschaften weiterreichen. Einige Kunden habe er schon an der Hand, sagte Doric-Chef Mark Lapidus. Airbus-Verkaufschef John Leahy hielt unterdessen an seinem Ziel fest, in diesem Jahr 25 A380 zu verkaufen. "Wenn ich ein paar mehr verkaufe, werden es eben ein paar mehr", sagte er.

Lufthansa kauft 100 A320

Die Lufthansa bestellte bei Airbus 100 Maschinen vom Typ A320, davon 70 der spritsparenderen Neo-Variante. Der Listenpreis der Flugzeuge beträgt 10,4 Milliarden Dollar. Insgesamt hofft Airbus auf 800 Aufträge in diesem Jahr

Möglicher Großauftrag für neuen Dreamliner

Boeing 787 auf dem Rollfeld (Bildquelle: AFP)
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Von der Boeing 787 soll eine Langversion entwickelt werden - wenn sich genügend Kaufinteressenten finden.

Die erwartete Langversion von Boeings "Dreamliner" rückt offenbar näher. Mit der Flugzeugfinanzierungssparte des US-Konzerns General Electric, Gecas, unterzeichnete Boeing einen Vorvertrag über zehn Exemplare der 787-10. Der Kauf hänge aber noch davon ab, ob die 787-10 tatsächlich entwickelt und gebaut werde, teilten beide Unternehmen in Le Bourget mit. Einen Preis für die Langversion der 787 "Dreamliner" hat Boeing noch nicht bekanntgegeben.

Michael Immel, ARD, mit Informationen zur weltgrößten Luftfahrtmesse
tagesschau24 09:30 Uhr, 17.06.2013

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Die bereits fliegende kleine Version kostet laut Preisliste rund 207 Millionen Dollar (rund 155 Millionen Euro). Die Fluggesellschaft Qatar Airways winkt Boeing mit einem Milliardenauftrag für bis zu neun Langstreckenjets. Während der Messe unterzeichnete die staatliche Fluglinie des Emirats Katar eine Festbestellung für zwei Boeing 777-300ER samt Optionen für weitere sieben Maschinen.

Die japanische Fluggesellschaft Skymark bestellte bei Boeing vier Mittelstreckenflieger vom Typ B737 MAX 8. Laut Listenpreis hat die Bestellung einen Wert von rund 400 Millionen Dollar.

130 Flugzeuge in Le Bourget

A400 auf der internationalen Luftfahrtmesse in Le Bourget (Bildquelle: REUTERS)
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Der Militärtransporter A400 wird ebenfalls auf der Messe zu sehen sein.

Bis zum 23. Juni werden auf der weltgrößten Luftfahrtmesse von Le Bourget 130 Flugzeuge und Helikopter ausgestellt, unter ihnen der Dreamliner und der Airbus A380. Der europäische Flugzeugbauer stellt auch den neuen Militärtransporter A400M vor. Das Duell der beiden Flugzeugbau-Giganten Airbus und Boeing prägt traditionell die Messe.

Möglich ist auch, dass der neue Airbus-Langstreckenflieger A350, der am Freitag seinen ersten Testflug absolvierte, das Gelände der Flugschau Ende der Woche überfliegt. Auf der alle zwei Jahre stattfindenden Messe für Luft- und Raumfahrt werden 350.000 Besucher erwartet.

Die ersten vier Tage sind dem Fachpublikum vorbehalten. Anschließend wird das Fluggelände mit 30 nationalen Pavillons und rund 350 von Unternehmen genutzten Bauten für alle interessierten Besucher geöffnet.

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