Das Logo und der Schriftzug von Airbus sind auf einer Glastür in der französischen Unternehmenszentrale nahe Toulouse zu lesen. | Bildquelle: REUTERS

Medienbericht Tausende Jobs bei Airbus in Gefahr?

Stand: 03.03.2018 09:11 Uhr

Airbus will offenbar 3600 Stellen streichen oder verlegen. Hintergrund sind laut einem Fachmagazin die schlechte Auftragslage beim A380 und dem A400M. In Deutschland wären vor allem zwei Standorte betroffen.

Der Flugzeugbauer Airbus will wegen der Produktionskürzungen beim Airbus A380 und dem Militärtransporter A400M nach einem Pressebericht Tausende Stellen streichen oder verlegen. Betroffen seien 3600 Jobs vor allem in Bremen, Augsburg, im spanischen Sevilla sowie im britischen Filton, berichtete das französische Magazin "Challenges" in seiner Online-Ausgabe. Die Werke in Hamburg und Stade könnten ebenfalls betroffen sein, französische Werke kaum.

Airbus bestätigte, dass es in der kommenden Woche ein Treffen mit dem europäischen Betriebsrat geben soll. "Jegliche Auswirkungen auf die Beschäftigten werden zunächst mit unseren Sozialpartnern besprochen werden", erklärte ein Unternehmenssprecher in Paris. Den Inhalt des Medienberichts wollte er nicht kommentieren.

Ein Airbus A380 unternimmt einen Testflug während der Paris Air Show in Le Bourget (Archivbild vom 18.06.2015) | Bildquelle: AP
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Das Großraumflugzeug A380 verkauft sich nicht so gut wie erwartet.

Schlechte Auftragslage beim A380 und dem A400M

Der Plan solle am 7. März bekanntgegeben werden, heißt es in dem Bericht des Magazins. Hintergrund seien die dünne Auftragslage beim weltgrößten Passagierjet A380 und die zeitliche Streckung des Produktionsplans beim Airbus A400M. Dass sich die gesenkten Produktionsraten beim A380 auch auf die Beschäftigten auswirken würden, war bereits länger absehbar.

Personalabbau keine Überraschung

Airbus hatte im Sommer 2016 bekanntgegeben, mangels ausreichender Bestellungen ab 2018 jährlich nur noch zwölf Maschinen des Typs auszuliefern. Ab 2019 sollen es dann nur noch acht sein.

Beim A400M soll der Auslieferungsplan wegen anhaltender Verzögerungen und technischer Probleme um mehrere Jahre gestreckt werden. Darauf hat sich der Hersteller mit Käuferstaaten wie Deutschland und Frankreich vor wenigen Wochen grundsätzlich geeinigt. Konzernchef Tom Enders hatte bei der Bilanzvorlage im Februar bereits eingeräumt, dass dies auch Auswirkungen auf die Beschäftigten haben werde.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. März 2018 um 04:40 Uhr.

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