Airbnb-Schriftzug | Bildquelle: AP

Wohnungsvermittler sammelt Kapital ein Investoren vertrauen Airbnb 1,5 Milliarden an

Stand: 08.12.2015 11:35 Uhr

Für ein Start-up ist es ein Spitzenwert: Das Werben bei Investoren um frisches Kapital brachte dem Online-Wohnungsvermittler Airbnb nun fast 1,5 Milliarden Dollar ein. Der Gesamtwert des Unternehmens ist binnen Jahresfrist stark gestiegen.

Der Online-Wohnungsvermittler Airbnb hat bei Investoren fast 1,5 Milliarden Dollar frisches Kapital eingesammelt. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC gab das 2008 gegründete Unternehmen den exakten Betrag mit 1.499.937.904 Dollar an. Das ist eine der größten Geldspritzen für ein Start-up-Unternehmen. Nur dem Fahrtdienstvermittler Uber gelingt es regelmäßig, Geldgeber von Finanzspritzen in dieser Größenordnung zu überzeugen.

Über die aktuelle Finanzierungsrunde bei Airbnb, die der Konzern nun offiziell bestätigte, hatte bereits im Sommer das "Wall Street Journal" berichtet. Demnach wird der Gesamtwert des Online-Unternehmen nun bei etwa 25 Milliarden Dollar gesehen - fast doppelt so viel wie noch im vergangenen Jahr. 2014 hatte Airbnb bereits in zwei Schritten eine dreistellige Millionensumme an frischen Geldern eingesammelt. Mittlerweile gilt das Unternehmen auch als Kandidat für einen Börsengang in den kommenden Jahren.

40 Millionen Nutzer

AirBnB betreibt eine Online-Plattform, die private Wohnungen oder Zimmer an Reisende vermittelt - und macht damit vor allem Hotels Konkurrenz. Airbnb hat nach eigenen Angaben mittlerweile 40 Millionen Nutzer, die auf der Plattform Unterkünfte in 34.000 Städten weltweit finden.

Hotelbetreiber werfen Airbnb seit langem unfaire Konkurrenz vor, weil für die Vermietungen oft keine Steuern gezahlt würden und nicht die Auflagen des Hotelgewerbes eingehalten werden müssten. Zudem gibt es Kritik, dass Airbnb und andere Anbieter das Problem der Wohnungsnot in beliebten Ballungszentren vergrößern, weil sich die Eigentümer der Immobilien Hoffnungen auf höhere Einkünfte mit Kurzzeit-Gästen machen.

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