Piloten von Air Berlin kündigen Warnstreik an

Arbeitsniederlegungen noch diese Woche

Piloten von Air Berlin wollen streiken

Flugzeug von Air Berlin (Bildquelle: dpa)
galerie

Piloten von Air Berlin verdienen laut der Vereinigung Cockpit deutlich weniger als Piloten anderer Fluggesellschaften.

Die Piloten von Air Berlin wollen in einen Warnstreik treten. Von Mitte der Woche an seien Ausstände bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft zu erwarten, teilte die Vereinigung Cockpit mit. Die monatelangen Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag seien festgefahren, die bisherigen Angebote der Arbeitgeber nicht verhandlungsfähig. Ein neuer Verhandlungstermin ist noch nicht angesetzt.

Genauer Termin steht noch nicht fest

Der genaue Termin für den Warnstreik werde rechtzeitig angekündigt, damit sich Passagiere auf Ausfälle einstellen könnten, sagte die Vorsitzende für Tarifpolitik, Ilona Ritter. Das Cockpitpersonal fordert eine "mittelfristige Heranführung an branchenübliche Gehälter". Diese Anpassung solle in den kommenden drei Jahre erfolgen. Derzeit verdienen die Piloten Ritter zufolge deutlich weniger als beispielsweise bei Germanwings oder Condor.

Schrumpfkurs nach jahrelangen Verlusten

Die Fluggesellschaft hatte nach jahrelangen Verlusten 2011 einen Schrumpfkurs begonnen und Flüge gestrichen. Spürbare Erfolge des Sanierungsprogramms "Turbine" erwartet der Konzern aber erst im dritten Quartal. Die Pilotengehälter seien nur ein kleiner Teil der Air-Berlin-Bilanz, betonte Ritter. Eine Erhöhung werde weniger zu Buche schlagen als die Entwicklung der Treibstoffpreise.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 18. Juni 2013 um 22:15 Uhr.

Stand: 17.06.2013 18:38 Uhr

Darstellung: