Air Berlin | Bildquelle: dpa

Gläubiger-Beratungen Keine Zerschlagung von Air Berlin - vorerst

Stand: 23.08.2017 18:21 Uhr

Medien hatten spekuliert, dass schon bei der Auftaktsitzung des Gläubiger-Gremiums von Air Berlin eine Aufspaltung beschlossen werden könnte. Nun ist klar: Erstmal wird weiterverhandelt. Einen vorgezogenen Teilverkauf der Touristiktochter Niki gibt es vorerst nicht.

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin wird vorerst nicht in einzelne Unternehmensteile zerschlagen. Der Gläubigerausschuss der Airline hat seine erste Sitzung beendet. Es soll jedoch zunächst keinen vorgezogenen Teilverkauf der nicht insolventen Touristiktochter Niki geben.

"Die Ausschüsse haben einstimmig die weitere Betriebsfortführung sowie die Weiterführung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beschlossen", teilte der Generalbevollmächtigte von Air Berlin in dem Insolvenzverfahren, Frank Kebekus, nach der Sitzung mit. Die weiteren Verhandlungen würden mit Hochdruck vorangetrieben. "Unser Ziel ist und bleibt, zügig zu tragfähigen Abschlüssen zu kommen und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten." Über den Verkauf von Unternehmensteilen wurde demnach nicht entschieden.

Auftakt der Air-Berlin-Gläubigersitzung in Berlin
tagesthemen 22:15 Uhr, 23.08.2017, André Kartschall, RBB

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Lufthansa konkretisiert Angebot

Der österreichische Touristikflieger Niki gehört mit seinen geringen Kosten und einer modernen Airbus-Flotte zu den begehrten Teilen des Air-Berlin-Konzerns. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor berichtet, dass der Gläubigerausschuss bereits in seiner ersten Sitzung die Aufspaltung des Unternehmens beschließen solle. Es liefen Verhandlungen über eine Absichtserklärung zum Verkauf der Tochtergesellschaft Niki an die Lufthansa, so die Zeitung.

Der Hauptinteressent Lufthansa hatte bei der Auftaktsitzung des Gläubigerausschusses nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA zwar sein Angebot für weite Teile des Unternehmens konkretisiert, aber keinen Zuschlag erhalten. Lufthansa biete nach wie vor für Niki und weitere Teile von Air Berlin, nicht aber für das komplette Unternehmen, hieß es der Agentur zufolge in Kreisen des Frankfurter Dax-Konzerns.

Gespräche mit Lufthansa

Air Berlin hatte am Freitag mit der Lufthansa konkrete Gespräche über die Übernahme von Teilen des Fluggesellschaft aufgenommen. Als weitere Interessenten gelten Easyjet und die Thomas-Cook-Tochter Condor. Die deutsche Fluglinie Tuifly des weltgrößten Reisekonzerns Tui ist zudem an einer Lösung für die Flugzeuge und Besatzungen interessiert, die sie seit Jahren an Air Berlin und inzwischen an deren Tochter Niki verleast hat.

Die seit Langem angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin hatte vor einer Woche Insolvenz beantragt, nachdem Großaktionär Etihad der Airline die finanzielle Unterstützung entzogen hatte. Der Flugbetrieb ist durch einen Kredit des Bundes über 150 Millionen Euro noch für etwa drei Monate gesichert.

Über dieses Thema berichteten am 23. August 2017 tagesschau24 um 15:30 Uhr und die tagesschau um 17:00 Uhr.

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