Flugzeuge von Airberlin | Bildquelle: dpa

Gläubiger-Beratungen Das Beste von Air Berlin

Stand: 23.08.2017 13:35 Uhr

Nach der Insolvenz von Air Berlin ist das Interesse bei möglichen Käufern groß, die Fluggesellschaft ganz oder in Teilen zu übernehmen. Nun tritt erstmals das Gläubiger-Gremium zusammen. Es könnte erste Entscheidungen zur Aufspaltung des Unternehmens fällen.

Die Verhandlungen über den Verkauf von Air Berlin könnten heute einen wesentlichen Schritt vorankommen. Eine Woche nach dem Insolvenzantrag traf sich der vorläufige Gläubigerausschuss von Air Berlin zu seiner konstituierenden Sitzung. Die Gläubiger beraten erstmals über den Verkauf der Fluggesellschaft.

Die Mitglieder des Ausschusses kamen am Vormittag zusammen, wie aus Verhandlungskreisen bestätigt wurde. Bei dem Treffen gehe es um Formalien, hieß es aus derselben Quelle. So müsse das Gremium der Fortsetzung des Flugbetriebs zustimmen. Zudem werde ein Zeitplan für die nächsten Schritte festgelegt. Es könnten die ersten Entscheidungen getroffen werden. "In keinem Fall" werde es jedoch Entscheidungen zur Käuferauswahl geben, dazu sei es viel zu früh, sagte die Person aus dem Umfeld der Verhandlungen.

Michael Immel, ARD-Luftfahrtexperte, zum Treffen der Air Berlin Gläubiger
tagesschau 24 15:30 Uhr, 23.08.2017

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Gespräche mit Lufthansa

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, dass bereits in seiner ersten Sitzung der Gläubigerausschuss die Aufspaltung des Unternehmens beschließen solle. Es liefen Verhandlungen über eine Absichtserklärung zum Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft Niki an die Lufthansa. Eine Zustimmung des Ausschusses gelte als wahrscheinlich, so die Zeitung.

Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig hatte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland gesagt: "Es gibt Gespräche zwischen Lufthansa und zum Beispiel Niki. Ich schließe nicht aus, dass es da schon erste Ergebnisse geben könnte." Der SPD-Politiker begleitet die Verhandlungen um die Fluggesellschaft.

Air Berlin hatte am Freitag mit der Lufthansa konkrete Gespräche über die Übernahme von Teilen des Fluggesellschaft aufgenommen. Als weitere Interessenten gelten Easyjet und die Thomas-Cook-Tochter Condor. Die deutsche Fluglinie Tuifly des weltgrößten Reisekonzerns Tui ist zudem an einer Lösung für die Flugzeuge und Besatzungen interessiert, die sie seit Jahren an Air Berlin und inzwischen an deren Tochter Niki verleast hat.

150 Millionen Euro für drei Monate

Die seit Langem angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin hatte vor einer Woche Insolvenz beantragt, nachdem Großaktionär Etihad der Airline die finanzielle Unterstützung entzogen hatte. Der Flugbetrieb ist durch einen Kredit des Bundes über 150 Millionen Euro noch für etwa drei Monate gesichert.

Machnig wies erneut alle Spekulationen zurück, am Ende der Gespräche über Air Berlin könnte die Lufthansa als Monopolist den Luftverkehr in Deutschland beherrschen. Es gebe zehn Interessenten. Und klar sei: "Es wird kein Monopol der Lufthansa geben, dafür sorgen auch die Kartellbehörden." Auch die Bundesregierung habe kein Interesse daran, dass der Wettbewerb kleiner werde.

Zwei Flugzeuge - eins mit dem Logo der Lufthansa, eins mit dem von Air Berlin | Bildquelle: AFP
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Air Berlin hat am Freitag mit der Lufthansa konkrete Gespräche über die Übernahme von Teilen des Fluggesellschaft aufgenommen.

Kritik von Niki Lauda

Als wenig wahrscheinlich gilt, dass der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl mit seinem Angebot zum Zuge kommt. Er will Air Berlin nur als Ganzes übernehmen. Die Bundesregierung sieht das aber nicht als sinnvolle Lösung an, weil Air Berlin gerade durch seine heutige Struktur in die schwierige Lage geraten sei.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries und Verkehrsminister Alexander Dobrindt hatten sich dafür ausgesprochen, dass Lufthansa einen großen Anteil von Air Berlin übernimmt.

Niki Lauda, Luftfahrtunternehmer und Gründer der Air-Berlin-Tochter Niki, sagte im "Handelsblatt", er befürchte höhere Flugpreise, sollte die Lufthansa bei Air Berlin vorrangig zum Zuge kommen. Lauda kritisierte, die Lufthansa habe die Politik ins Boot geholt, um den Wettbewerb einzuschränken.

Gläubiger-Gespräche über Air Berlin begonnen
tagesschau 17:00 Uhr, 23.08.2017, Martin Polansky, RBB

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Über dieses Thema berichteten am 23. August 2017 NDR Info um 07:45 und 08:15 Uhr in den Nachrichten sowie tagesschau24 um 09:15 Uhr in den "Hundert Sekunden".

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