Maschinen der Fluggesellschaft Air Berlin | Bildquelle: REUTERS

Fluglinie macht erstmals wieder Gewinn Air Berlin überrascht mit schwarzen Zahlen

Stand: 21.02.2013 21:36 Uhr

Die Fluggesellschaft Air Berlin ist 2012 überraschend in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der eingeleitete Sparkurs und der Verkauf ihres Vielfliegerprogramms bescherten Deutschlands zweitgrößter Fluglinie einen Überschuss von knapp sieben Millionen Euro, wie die Gesellschaft mitteilte. Für das Vielfliegerprogramm "Topbonus" hatte Großaktionär Etihad 184,4 Millionen Euro bezahlt.

"Wir sind noch nicht am Ziel und sind uns bewusst, dass zum Ergebnis in 2012 auch Einmaleffekte beigetragen haben", sagte der neue Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer. Er führt seit Januar die Geschäfte der Fluglinie.

Besser als erwartet

Maschinen der Fluggesellschaft Air Berlin | Bildquelle: dpa
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Die Zahlen stimmen - erstmals seit 2007 bei Air Berlin

2012 schnitt Air Berlin im operativen Geschäft besser ab als von Analysten erwartet. Vor Steuern und Zinsen schrieb die Gesellschaft einen Gewinn von 70 Millionen Euro, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Minus von 247 Millionen gestanden hatte. Analysten waren von roten Zahlen ausgegangen. Ohne den Verkauf der Mehrheit am Vielfliegerprogramm Topbonus hätte Air Berlin auch tatsächlich vor Zinsen und Steuern in der Verlustzone gesteckt. Allerdings verbesserte auch das 2011 angelaufene Sparprogramm das Ergebnis um 250 Millionen Euro.

Korrektur nach unten

Allerdings musste das Unternehmen seine Bilanz für 2011 kräftig nach unten korrigieren, so dass der Verlust für das Vorjahr rückwirkend um fast 150 Millionen auf 420 Millionen Euro wuchs. Als Grund für die Korrektur führte der Vorstand eine Wertberichtigung der latenten Steuern an. Der Vorstand habe auf Aufforderung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) entschieden, die Änderung rückwirkend vorzunehmen. Damit schrumpft allerdings auch das Eigenkapital kräftig. Von den einst für Ende 2011 ausgewiesenen 254 Millionen Euro bleiben nach der Korrektur und dem überraschenden Gewinn Ende 2012 nur noch 130 Millionen Euro übrig.

Erstmals schwarze Zahlen seit 2007

Für Air Berlin ist es das erste Mal seit dem Jahr 2007, dass unter dem Strich schwarze Zahlen stehen. Im Herbst 2011 hatte die Gesellschaft unter der Führung von Übergangschef Hartmut Mehdorn einen Schrumpfkurs eingeleitet, unrentable Routen gestrichen und die Flotte von 170 auf 155 Maschinen verkleinert.

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