Eine Maschine der Fluggesellschaft ''Niki'' | Bildquelle: picture alliance / ROBERT JAEGER

Nach geplatztem Deal mit TUI Air Berlin will Niki wie geplant verkaufen

Stand: 09.06.2017 16:24 Uhr

Nach dem geplatzten Deal mit TUI und Etihad für einen gemeinsamen Ferienflieger will Air Berlin wie geplant seine Anteile an Niki an den arabischen Großaktionär verkaufen. Bis dahin fliege Niki als separate Urlaubsmarke weiter, teilte das Unternehmen mit.

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin wird ihren Betrieb vorerst in zwei getrennten Geschäftsfeldern weiterführen. In dem einen werden Langstreckenflüge und Städteverbindungen in Europa zusammengefasst, in dem anderen Urlaubsflüge unter der Marke Niki. Alle Buchungen blieben bestehen. Das teilten die deutsche Fluggesellschaft und ihr arabischer Großaktionär Etihad gemeinsam mit.

Die Air-Berlin-Beteiligung Niki werde "weiterhin als separate Geschäftseinheit innerhalb der Air Berlin Group agieren", bis alle von Air Berlin gehaltenen Niki-Anteile an Etihad verkauft seien. Dieser im Dezember 2016 vereinbarte Verkauf, der Air Berlin eine Finanzspritze von 300 Millionen Euro sichern sollte, werde wie geplant fortgesetzt.

Pläne für gemeinsamen Ferienflieger zerschlagen

"Wir sind bestrebt, die Transaktion in Kürze abzuschließen", erklärte Etihad-Interimschef Ray Gammell. "Zu gegebener Zeit" wollten beide Unternehmen die Einzelheiten dazu mitteilen, hieß es weiter. Gleichzeitig sicherte Gammel Air Berlin seine Unterstützung zu: "Wir werden weiterhin das Air-Berlin-Management in seinen Bestrebungen während der Umstrukturierung des Unternehmens unterstützen."

Air Berlin, Etihad und der TUI-Konzern hatten im Oktober 2016 Pläne für eine neue Ferienfliegergesellschaft durch eine Verschmelzung der TUIfly mit der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki als wichtiges Element für die Sanierung der Air Berlin bekannt gegeben. Am Donnerstag wurden diese Pläne jedoch begraben. Dabei war die Frage aufgekommen, ob Etihad wie geplant die Niki-Anteile von Air Berlin für 300 Millionen Euro kaufen werde. Etihad hält 29 Prozent der Aktien an der schwer angeschlagenen Air Berlin.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 09. Juni 2017 um 15:00 Uhr.

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