Stehende Maschinen von Air Berlin | Bildquelle: REUTERS

Fluglinie meldet Erfolg im Sommer Air Berlin macht wieder Gewinne

Stand: 10.11.2015 23:52 Uhr

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft ist angeschlagen. Umso mehr freute sich der neue Air-Berlin-Chef Pichler, dass nach den Verlusten des ersten Halbjahres im Sommergeschäft unter dem Strich ein Gewinn von 56 Millionen Euro heraussprang.

Nach einem verlustreichen ersten Halbjahr ist die Fluggesellschaft Air Berlin im Sommer in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im operativen Geschäft erwirtschaftete der Konzern nach eigenen Angaben zwischen Juli und September ein Plus von 81,4 Millionen Euro - und damit 6,5 Millionen Euro mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Unter dem Strich verbuchte Air Berlin einen Gewinn von 56,2 Millionen Euro. Der Umsatz lag unverändert bei 1,3 Milliarden Euro.

Neuer Konzernchef lobt Ergebnis

Air-Berlin-Chef Stefan Pichler | Bildquelle: dpa
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Der neue Air-Berlin-Chef Pichler erhob erneut Forderungen an die Bundesregierung.

Fluggesellschaften fliegen in der Regel einen Großteil ihrer Erträge in der Hauptreisezeit im Sommer ein. Die zweitgrößte deutsche Fluglinie nach der Lufthansa steckt seit längerem in der Krise. Im ersten Halbjahr hatte Air Berlin einen Nettoverlust von 247,6 Millionen Euro eingeflogen. Im Februar trat der neue Konzernchef Stefan Pichler sein Amt an, der auch ein weiteres Sanierungsprogramm ankündigte.

Pichler bezeichnete die aktuellen Quartalszahlen als besonders erfreulich. "Wir haben unsere Kapazitäten reduziert", sagt er. Ertrag und Profitabilität seien verbessern worden. Dennoch gefährdeten die Rahmenbedingungen die 8000 Arbeitsplätze des Unternehmens. Dazu gehöre die Luftverkehrssteuer und die Beschränkung der Codesharing-Flüge mit dem Partner Etihad. Pichler forderte die Bundesregierung auf, zu diesen Gemeinschaftsflügen in ihren Gesprächen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten "letztlich eine dauerhafte Lösung" herbeizuführen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hatte kürzlich das Verbot für 31 dieser Strecken mit Wirkung ab 15. Januar bekräftigt. "Danach ist auf Basis heute keine weitere Genehmigung mehr möglich", sagte Dobrindt.

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