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Ägyptische Zehn-Pfund-Note

Trotz Rettungsversuchen der Zentralbank

Ägyptens Währung befindet sich weiter im Sinkflug

Nachdem die ägyptische Zentralbank neue Bestimmungen für den Verkauf von Devisen eingeführt hat, befindet sich die Landeswährung, das ägyptische Pfund, weiter auf Talfahrt.

Der offizielle Kurs lag heute bei rund 6,30 Pfund für einen US-Dollar und damit so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Auch gegenüber dem Euro gab die ägyptische Währung nach.

Ägyptens Präsident Mursi während einer Fernsehansprache.
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Geht davon aus, dass sich das Pfund rasch stabilisiert: Präsident Mursi.

In der vergangenen Woche hatte die Regierung bereits die Devisenausfuhr begrenzt, um den Abfluss von Kapital zu verhindern. Zudem führte sie neuartige Dollar-Auktionen ein, von denen die erste gestern und die zweite heute erfolgte.

Dabei bot Ägypten den Banken erneut 75 Millionen Dollar an - mit maximal elf Millionen Dollar pro Geldhaus. Der Kurs der ägyptischen Währung fiel daraufhin im Devisenhandel auf ein neues Rekordtief.

Ägyptens Präsident Mohammed Mursi zeigte sich davon unbeeindruckt. Der Sturz des ägyptischen Pfunds sorge oder ängstige die Regierung nicht, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Mena. Das Pfund werde sich "innerhalb von Tagen" stabilisieren. Der Chef des ägyptischen Bankenverbandes, Tarek Amer, bezeichnete die Auktionen als "wichtigen ersten Schritt" zu einem freien Wechselkurs. Bereits am Sonntag war das Pfund auf einen Tiefstand zum Dollar gefallen.

Knappe Währungsreserven

Die Notenbank hofft, mit Hilfe dieses Instruments die stark gestiegene Nachfrage nach Devisen besser kontrollieren zu können. Dies ist nötig, da die für Benzin- und Lebensmittelimporte wichtigen Währungsreserven knapp werden. Die Wirtschaft leidet unter den ausbleibenden Touristen und fehlenden ausländischen Investoren.

Die Notenbank musste seit Beginn des Aufstandes gegen den früheren Präsidenten Hosni Mubarak vor knapp zwei Jahren mehr als 20 Milliarden Dollar zur Stützung des ägyptischen Pfundes einsetzen. Die politischen Unruhen im Zusammenhang mit dem umstrittenen Verfassungsreferendum veranlassten viele Ägypter, das ägyptische Pfund in Devisen zu tauschen - aus Angst, dass die Regierung die Landeswährung abwertet oder Kapitalkontrollen einführt.

Am Samstag warnte die Zentralbank, ihre Devisenreserven seien auf einem gefährlich niedrigen Niveau. Sie verfüge nur noch über 15 Milliarden Dollar (11,3 Milliarden Euro) in Fremdwährungen. Im Jahr 2010 hatten die Reserven noch 36 Milliarden Euro betragen.

Stand: 31.12.2012 14:59 Uhr

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