Anbieter sagen Ägypten-Reisen ab

Ägypten Tourismus Kamel (Bildquelle: picture alliance / dpa)

Verschärfte Sicherheitshinweise

Anbieter sagen Ägypten-Reisen ab

Wegen der Unruhen in Ägypten haben mehrere Touristikkonzerne ihre Reisen in das Land abgesagt. TUI, Thomas Cook und Alltours erklärten, sämtliche Urlaubsreisen von Deutschland nach Ägypten seien bis einschließlich 15. September gestrichen.

Bei TUI betreffe die Absage auch die Marken 1-2-FLY, Airtours und Discount Travel. Urlauber, die sich derzeit in den Baderegionen am Roten Meer befinden, könnten ihren Urlaub fortsetzen, da es in den Ferienregionen unverändert ruhig sei, erklärte TUI Deutschland. Abreisewillige sollten sich an die Reiseleitung vor Ort wenden. Derzeit machen mit TUI etwa 6000 Deutsche in Badeorten am Roten Meer Urlaub.

Demian von Osten, WDR, zur Lage in den ägyptischen Touristengebieten
tagesthemen 21:45 Uhr, 16.08.2013

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Bei Thomas Cook gilt die Regelung auch für Reisende, die über Neckermann Reisen, Bucher Last Minute oder Öger Tours gebucht haben. Die Unternehmen erklärten, ihre Gäste würden vor Ort von der Reiseleitung betreut. Kunden, deren Reise bevorstehe, könnten auf andere Ziele umbuchen.

Grund für die Reaktion der Reisekonzerne ist der verschärfte Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes, das diesen auf das ganze Land ausdehnte: "Aufgrund der aktuellen Lage und der unvorhersehbaren Entwicklungen müssen wir von Ägypten-Reisen dringend abraten", sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin. Die Lage in der Hauptstadt Kairo sei sehr zugespitzt. Für den Norden der Sinai-Halbinsel sowie die Grenzgebiete zu Israel gilt weiter eine Teilreisewarnung.

Unkalkulierbare Entwicklung

In den Touristengebieten am Roten Meer könne derzeit noch von einer ruhigeren Lage gesprochen werden, so der Ministeriumssprecher. Die weitere Entwicklung im Land sei aber unkalkulierbar. Daher sei auch für Touristen für ganz Ägypten ausdrücklich der Rat formuliert worden, nicht zu reisen. Schon zuvor hatte die Regierung von Reisen nach Kairo und einige Nil-Städte, darunter auch die Touristen-Hochburgen Luxor und Assuan, abgeraten.

Die Lufthansa will weiter in das Land fliegen. Da der Flughafen von Kairo vom Auswärtigen Amt als sicher eingestuft werde, fliege die Airline die ägyptische Hauptstadt wie gehabt von Frankfurt und München an, sagte eine Konzernsprecherin.

Reisehinweise für Ägypten verschärft
C. Grabenheinrich, ARD Berlin
16.08.2013 12:15 Uhr

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Stand: 16.08.2013 15:04 Uhr

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