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Probleme beim ADAC Steuernachzahlung und Stellenabbau

Stand: 13.11.2017 11:39 Uhr

Der ADAC muss für die Jahre 2014/2015 rund 90 Millionen Euro Steuern nachzahlen. Für das vergangene und das laufende Jahr dürften ähnliche Forderungen fällig werden. Parallel dazu will der Club etwa 400 Stellen streichen - und steht damit vor schweren Zeiten.

Post vom Finanzamt bekommt wahrscheinlich niemand gern. Doch der ADAC erhielt eine besonders unangenehme Aufforderung: Für die Jahre 2014 und 2015 müsse der Automobilclub rückwirkend knapp 90 Millionen Euro an den Fiskus überweisen, hieß es dort. Der Automobilclub bestätigte gegenüber tagesschau.de die Nachforderungen. Man habe den Betrag auch schon überwiesen.

Grund dafür ist, dass der ADAC künftig Versicherungssteuer zahlen muss. Denn anders als herkömmliche Versicherungsunternehmen konnte der ADAC zwar Versicherungsleistungen wie Unfall- und Pannenhilfe verkaufen, musste dafür bislang jedoch deutlich weniger Steuern zahlen. Diese Neubewertung nahm das Bundeszentralamt für Steuern fest, das seit einigen Jahren für 114 Jahre alten Verein zuständig ist. Zuvor waren die bayerischen Landesbehörden zuständig, die bei der Bewertung offenbar großzügiger waren.

Schwere Zeiten für den ADAC
tagesschau 17:00 Uhr, 13.11.2017, Christoph Dicke, BR

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Weitere Nachzahlungen erwartet

Heikel daran: Für das laufende und das vergangene Jahr erwartet der ADAC ebenfalls Nachforderungen in zweistelliger Millionenhöhe. Für die Jahre vor 2014 gilt hingegen der sogenannte Vertrauensschutz - hier sind Nachforderungen nicht mehr möglich.

Die Nachzahlungen belasten den Etat des Auto-Clubs direkt: Zwar nimmt der ADAC insgesamt mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr ein. Jedoch verbleibt nur ein kleiner Teil des Geldes beim ADAC e.V. in München. Knapp 40 Prozent gehen an die Regionalverbände, ein weiterer Teil geht für Pannenhilfe und laufende Leistungen drauf.

Rund 400 Stellen sollen wegfallen

Seit Anfang des Jahre befindet sich der ADAC e.V. in einem Umbauprozess. Durch ein "Effizienzprogramm" sollen bis 2020 rund 400 Stellen am Standort in München wegfallen. Dies soll vor allem passieren, indem durch Verrentung freiwerdende Stellen nicht neu besetzt werden. Außerdem sollen Arbeitnehmer intern in andere Unternehmensteile - etwa die Aktiengesellschaft - versetzt werden und Abfindungen für ein freiwilliges Ausscheiden gezahlt werden. Dazu laufen Gespräche mit dem Betriebsrat. "Der ADAC tut alles dafür, dass es zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommt", betont Sprecher Christian Garrels. Als Ultima Ratio sei dies aber nicht ausgeschlossen. Die Beiträge für die knapp 20 Millionen Mitglieder sollen nicht erhöht werden.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. November 2017 um 11:30 und 12:30 Uhr in der Wirtschaft.

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