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ARD-DeutschlandTrend Extra Zustimmung zu Afghanistan-Einsatz gestiegen

Stand: 10.09.2009 22:54 Uhr

Die Zustimmung zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ist trotz der Diskussion um den jüngsten Luftangriff gewachsen. Im aktuellen ARD-DeutschlandTrend sprechen sich 57 Prozent der Bundesbürger dafür aus, dass die Bundeswehr "sich möglichst schnell aus Afghanistan zurückziehen sollte". Dies sind zwölf Punkte weniger im Vergleich zum Juli dieses Jahres. 37 Prozent sind der Meinung, die Bundeswehr sollte weiterhin in Afghanistan stationiert bleiben (zehn Prozentpunkte mehr als im Juli).

Am größten ist die Unterstützung für die weitere Stationierung unter den Anhängern der Grünen (50 Prozent dafür, 47 Prozent dagegen). Auch bei den Unionsanhängern halten sich Unterstützer und Gegner eines längeren Einsatzes annähernd die Waage (46 Prozent dafür, 47 Prozent dagegen). Die Anhänger von FDP (51 Prozent), SPD (61 Prozent) und Linkspartei (76 Prozent) sind mehrheitlich für einen möglichst schnellen Rückzug.

Parteianhänger Afghanistan
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Die höchste Zustimmung für den Afghanistan-Einsatz gibt es bei den Anhängern der Grünen. Unter den Anhängern der Linkspartei herrscht die geringste Zustimmung.

Für die Entscheidung, wem sie ihre Stimme bei der Bundestagswahl geben soll, ist der Afghanistan-Einsatz allerdings für 58 Prozent der Befragkein "kein wichtiges Thema". Nur vier Prozent der Befragten bezeichnen es "entscheidendes Thema". 36 Prozent sagen, es sei ein "wichtiges Thema".

Sonntagsfrage: Minimale Verschiebungen von Grünen zu Linkspartei

In der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-DeutschlandTrends gibt es gut zwei Wochen vor der Wahl kaum Veränderungen. Die Partei Die Linke kann gegenüber der Vorwoche um einen Punkt zulegen und erreicht zwölf Prozent der Stimmen. Die Grünen verlieren einen Punkt und erreichen ebenfalls zwölf Prozent. Die Union kommt unverändert auf 35 Prozent der Stimmen, die SPD erreicht unverändert 23 Prozent. Die FDP liegt konstant bei 14 Prozent. Union und FDP hätten damit weiterhin eine Mehrheit im Bundestag.

Sonntagsfrage
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Kaum Veränderungen bei der Sonntagsfrage

89 Prozent der Befragten, die sich bei der Sonntagsfrage für eine Partei entschieden hatten, gaben an, sich ihrer Entscheidung schon "sehr sicher" (59 Prozent) oder "ziemlich sicher" (30 Prozent) zu sein.

Merkel vergrößert Abstand zu Steinmeier

Bei der Direktwahlfrage müssen beide Kandidaten Einbußen hinnehmen. Der Abstand zwischen der Bundeskanzlerin und ihrem Herausforderer vergrößert sich allerdings von 29 auf 32 Prozentpunkte. Könnten die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen, dann würden sich 55 Prozent für die CDU-Vorsitzende Angela Merkel (Vorwoche: 57 Prozent) und 23 Prozent für den sozialdemokratischen Spitzenkandidaten Frank-Walter Steinmeier (Vorwoche 28 Prozent) entscheiden.

Fast zwei Drittel der Deutschen (64 Prozent) erwarten, dass Merkel beim bevorstehenden TV-Duell der Kanzlerkandidaten (am Sonntag, 13.09., ab 20.15 Uhr im Ersten) besser abschneiden wird als Steinmeier. Nur 15 Prozent sehen Steinmeier vorn.

Erwartungen an das TV-Duell
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Die Mehrheit erwartet, dass sich Angela Merkel beim TV-Duell besser schlägt als Frank-Walter Steinmeier.


Beim bevorstehenden "TV-Dreikampf" in der ARD zwischen den Spitzenkandidaten Guido Westerwelle (FDP), Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) und Oskar Lafontaine (Die Linke) glauben 46 Prozent der Befragten, dass der FDP-Chef am besten abschneiden wird. 26 Prozent erwarten, dass Lafontaine sich am besten verkaufen wird. Nur zwölf Prozent glauben, dass Trittin bei dieser Diskussion (Montag, 14.09., 21 Uhr im Ersten) am besten abschneiden wird.

Untersuchungsanlage DeutschlandTrend

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Randomstichprobe
Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews
Fallzahl: 1000 Befragte
Erhebungszeitraum: 8. bis 9. September 2009
Fehlertoleranz: 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte
Sonntagsfrage: 1500 Befragte
Erhebungszeitraum: 31. August bis 2. September 2009
Fehlertoleranz: 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte

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