Pädophilie-Debatte: Zeitgeist brachte pädophile Ideen zu Grünen

Pädophilie-Debatte

Geister der Vergangenheit

Freie Liebe, freies Leben - unter diesem Deckmantel gelangten zu Beginn der 1980er Jahre auch pädophile Ideen in das Gedankengut der Grünen, in Göttingen sogar ins Programm der jungen Partei. Dafür verantwortlich zeichnete damals der heutige Spitzenkandidat, Jürgen Trittin. Das zeigt die Studie des Göttinger Wissenschaftlers Franz Walter. Er untersuchte im Auftrag der Grünen, wie es dazu kommen konnte - und wirft damit einen Blick auf den Zeitgeist, der dahinter steckte.

Von Ingrid Bertram und Jan Starkebaum, NDR

Pädophilie-Debatte bei den Grünen
tagesthemen 22:15 Uhr, 17.09.2013, Jan Starkebaum/Ingrid Bertram, NDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Der Begriff "Pädophilie"

Der Begriff "Pädophilie" stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt Kinderliebe. Er wurde 1886 durch den Psychiater Krafft-Ebing eingeführt und bezeichnet die sexuelle Erregbarkeit Erwachsener durch Kinder. Tatsächlich wird damit aber meistens nicht allein die Neigung beschrieben, sondern auch sexueller Missbrauch an Kindern wird als pädophil bezeichnet.

Kinderschützer kritisieren deshalb den Begriff als verharmlosend, da er das Wort "Philie", also Liebe, Zuneigung enthält. Etliche Institutionen, darunter das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF), der UN-Menschrechtskommissar und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwenden deshalb statt "Pädophilie" den Begriff "Pädokriminalität".

tagesschau.de verwendet trotzdem die Bezeichnung "Pädophilie", da es sich um einen eingeführten und allgemein gebräuchlichen Begriff handelt. Wir behalten uns aber vor, diese Sprachregelung in Zukunft zu verändern.

Stand: 18.09.2013 11:49 Uhr

Darstellung: