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[Bildunterschrift: Klaus Kocks ist PR-Berater und geschäftsführender Gesellschafter der Cato Sozietät für Kommunikationsberatung. ]
Wenn die Guten gegen die Bösen zur Schlacht antreten, halten selbst die Götter den Atem an. Im Moment liegt der Olymp im Valiumrausch, es gähnen die Götter.
Radikale und Fundamentalisten erkennt man daran, dass es immer um das Ganze geht, die Zukunft der Menschheit, das Schicksal von Mutter Erde oder die ewige Seligkeit. Demokraten sind Menschen, die Zwischentöne lieben und vor halben Schritten wie schlechten Kompromissen keine Angst haben. So betrachtet erleben wir sehr demokratische Zeiten, stocklangweilige.
In diesem Bundestagswahlkampf gibt es keine wirklichen Alternativen. Die Menschen fanden das Land durch die Große Koalition so schlecht nicht regiert. Und sie glauben in der Mehrheit weder den Demagogen von links noch den Einfarbigen, ob sie nun einfarbig gelb oder monochrom grün sind.
Merkel ist die Königin des Ungefähren, das hat sie in der DDR und bei Bimbes-Kohl gelernt. Sie will keinen Streit. Dazu ist sie sich zu präsidial.
Steinmeier ist ein Aktendeckel, der Mehltau über alles und jedes zu legen weiß. Eine verquaste Schwere bleibt stets zurück. Er kann keinen Streit. Dazu ist er nicht klar genug.
Westerwelle darf keinen Streit, da er ja an Mama Merkels Seite die deutsche Hillary Clinton werden will. Guido muss brav sein, damit Mama ihn auch nimmt.
Da nichts zur Wahl steht, ich aber eigentlich was zu wählen haben will, werde ich diesmal kein Kreuz machen, nirgendwo.
Frustrierte Wähler, die ihre Bürgerrechte gleichwohl schätzen, wählen diesmal, so mein Vorschlag, ungültig. Das ist doch eine gute Quittung auf den Versuch der politischen Klasse, im Schlafwagen wieder an die Macht zu kommen.
Klaus Kocks
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