Bildergalerie: Die grüne Doppelspitze Göring-Eckardt und Trittin

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Die grüne Doppelspitze

Grüne Doppelspitze: Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt auf Wahlkampftour

Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin bilden das Spitzenteam von Bündnis 90/Die Grünen bei der Bundestagswahl 2013. Beim Mitgliederentscheid über das Spitzenduo setzten sich die beiden im Herbst 2012 klar gegen 13 weitere Bewerber durch. Trittin erreichte 71,9 Prozent der Stimmen, Göring-Eckardt 47,3 Prozent. Trittins Ko-Fraktionschefin Renate Künast (38,6 Prozent) musste sich ebenso geschlagen geben wie Parteichefin Claudia Roth (26,2 Prozent). (Foto: dpa)

Grüne Doppelspitze: Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt auf Wahlkampftour

Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin bilden das Spitzenteam von Bündnis 90/Die Grünen bei der Bundestagswahl 2013. Beim Mitgliederentscheid über das Spitzenduo setzten sich die beiden im Herbst 2012 klar gegen 13 weitere Bewerber durch. Trittin erreichte 71,9 Prozent der Stimmen, Göring-Eckardt 47,3 Prozent. Trittins Ko-Fraktionschefin Renate Künast (38,6 Prozent) musste sich ebenso geschlagen geben wie Parteichefin Claudia Roth (26,2 Prozent).

Grüne Doppelspitze: Trittin und Göring-Eckardt

Auf der Bundesdelegiertenkonferenz wenige Tage nach der Urwahl hatten Trittin und Göring-Eckardt eine gemeinsame Botschaft: Bei der Bundestagswahl 2013 gehe es um "Grün oder Merkel". Sie traten damit auch Spekulationen über eine mögliche schwarz-grüne Koalition entgegen. Trittin gilt als Vertreter des linken Parteiflügels, Göring-Eckardt steht dagegen für den Realo-Flügel. Er stammt aus dem Westen und kam früh zu den Grünen, sie wuchs in der DDR auf, war in der Wendezeit Gründungsmitglied von "Demokratie jetzt" und handelte später als Vertreterin von "Bündnis 90" den Zusammenschluss zu "Bündnis 90/Die Grünen" mit aus.

Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt

Das Spitzenduo hat sich die Themengebiete ein Stück weit aufgeteilt: Trittin widmet sich insbesondere Themen wie Umwelt, Energie, Steuern und Finanzkrise. Göring-Eckardt vertritt besonders die Bereiche Soziales, Bildung und Familie.

Jürgen Trittin im Niedersächsischen Landtag 1988 (Foto: Picture Alliance)

Trittin begann sein politisches Engagement in Göttingen, wo er Sozialwissenschaften studierte. Er war zunächst Mitglied im Kommunistischen Bund, bis ihn eine Freundin 1980 zu den Grünen holte. Er war Anfang der 1980er-Jahre Geschäftsführer der Ratsfraktion der Alternativen-Grünen-Initiativen-Liste Göttingen und wurde 1984 Pressesprecher der Grünen-Fraktion in Niedersachsen. Von 1985 bis 1990 war er dort selbst Landtagsabgeordneter und in dieser Zeit mehrere Jahre Fraktionsvorsitzender. Er fiel bereits damals durch rhetorische Fähigkeiten und öffentlichkeitswirksame Aktionen auf - wie hier auf einem Bild aus dem Jahr 1988, auf dem Trittin als Fraktionsvorsitzender im Landtag ein T-Shirt trägt, das sich gegen damalige CDU-Spitzenpolitiker richtete.

Trittin und Schröder im Mai 1990

Aufgrund des parteiinternen Rotationsprinzips kandidierte Trittin zwar zur Landtagswahl 1990 nicht mehr. Er entwickelte sich jedoch nach der Wahl zum Wortführer seiner Partei in den Verhandlungen über die Bildung einer rot-grünen Landesregierung. Das Bild zeigt ihn gemeinsam mit dem designierten SPD-Ministerpräsidenten Gerhard Schröder. In den Koalitionsverhandlungen rückte Trittin unter anderem den Ausstieg aus der Atomenergie, die Abfallpolitik sowie die Frauenpolitik in den Vordergrund.

Niedersächsische Regierung: Trittin rechts hinten

Im Kabinett von Gerhard Schröder übernahm Trittin (hinten rechts) 1990 das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten. Durch seine Amtsführung erwarb er sich viel Ansehen. Allerdings gab es in den Folgejahren parteiinterne Konflikte. Um Verlässlichkeit als Koalitionspartner deutlich zu machen, machten Trittin und andere führende Grünen-Politiker Zugeständnisse, die bei der Basis auf Widerstand stießen. Nach der Landtagswahl 1994 schied Trittin aus dem Kabinett aus, weil die Grünen zwar Stimmenanteile hinzugewannen, aber die SPD eine absolute Mehrheit der Sitze erreichte und ohne Koalitionspartner weiterregieren konnte.

Trittin und Krista Sager

Im Dezember 1994 wurden Trittin und Krista Sager zu den neuen Sprechern des Bundesvorstands von Bündnis 90/Die Grünen gewählt. Trittin blieb bis 1998 einer der beiden Parteichefs - Sager wurde 1996 durch Gunda Röstel abgelöst. In seiner Führungsposition wandte sich Trittin gegen eine Zusammenarbeit mit CDU/CSU und zugleich gegen eine strikte Distanzierung von der PDS. Politisch argumentierte er gegen "friedenserzwingende Einsätze" von Bundeswehrsoldaten und geriet dabei auch in Konflikt mit Joschka Fischer. In der Debatte über das Bundestagswahlprogramm 1998 stellte sich Trittin hinter die Forderung nach einer Auflösung der NATO, trug aber später auch die Kompromissformel mit dem Ziel der Ablösung der NATO durch eine gesamteuropäische Sicherheitsordnung mit.

Joschka Fischer Jürgen Trittin 1998

Nach der Bundestagswahl 1998 lösten SPD und Grüne die bisherige schwarz-gelbe Koalition unter Helmut Kohl ab. Die Grünen übernahmen zum ersten Mal Regierungsverantwortung im Bund. Im Kabinett des neuen Bundeskanzlers Gerhard Schröder übernahm Trittin das Amt des Bundesumweltministers. Joschka Fischer (links) wurde Bundesaußenminister und Vizekanzler.

Trittin als Bundesumweltminister in Gorleben

In seinem neuen Amt, das Trittin bis zum Ende der rot-grünen Regierung im Jahr 2005 behielt, war er auch für die Reaktorsicherheit verantwortlich. Nach anfänglichen koalitionsinternen Konflikten über die Details der künftigten Atompolitik und die möglichen Entschädigungsansprüche der Konzerne gelang es Trittin im Jahr 2000, mit den Energiekonzernen eine Konsenslösung für den Atomausstieg einschließlich der Restlaufzeiten auszuhandeln. Im folgenden Jahr wurde der Atomausstieg durch den Bundestag beschlossen. Parteiintern geriet Trittin aber in die Kritik, weil die Atommüll-Transporte ins deutsche Zwischenlager Gorleben - Trittin hier bei einem Besuch in dem Salzstock - wieder aufgenommen wurden und er die Grünen dazu aufrief, sich nicht an Sitzblockaden zu beteiligen.

Grüne Doppelspitze:

In seiner Amtszeit wurde Trittin auch als "Mister Dosenpfand" bekannt. Die Einführung eines Zwangspfandes auf Einwegverpackungen für Getränke geht allerdings nicht auf ihn zurück, sondern bereits auf die 1991 vom damaligen Bundesumweltminister Klaus Töpfer auf den Weg gebrachte Verpackungsverordnung. Diese sah ein Pflichtpfand für den Fall vor, dass die Mehrwegquote unter eine festgelegte Marke fällt.Trittin handelte in seiner Amtszeit mit den Ländern eine Novelle der Verpackungsverordnung aus - diese scheiterte aber 2001 im Bundesrat. Nach weiteren Gesprächen wurde das Dosenpfand schließlich ab 2003 erhoben und nach Trittins Verhandlungen mit der Wirtschaft 2004 nochmals ausgeweitet und im Sinne eines einheitlichen Rücknahmesystems verbraucherfreundlicher gestaltet.

Jürgen Trittin und Gerhard Schröder

Trotz einiger Erfolge stand Trittin in seiner Amtszeit als Bundesumweltminister immer wieder unter Druck und musste sich gegen heftige Kritik wehren. Zum offenen Streit mit Kanzler Schröder kam es, als er ohne Rücksprache die Reaktorsicherheitskommission und die Strahlenschutzkommission auflöste. Es folgte im Juni 1999 ein Konflikt zwischen beiden um die EU-Altautoverordnung. Trittin umging seine drohende Entlassung aus dem Kabinett, indem er auf Druck von Schröder und VW auf EU-Ebene eine ausgehandelte Vorschrift dazu platzen ließ. Das brachte ihm allerdings parteiintern scharfe Kritik und Rücktrittsforderungen ein. 2001 musste sich Trittin einer Debatte über seine eigene politische Vergangenheit und seine Haltung zum linksextremistischen Terror in den 1970er-Jahren stellen. Kurz darauf stand er unter Druck, als er CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer die "Mentalität eines Skinheads" vorwarf, nachdem dieser gesagt hatte: "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein." Angesichts des politischen Drucks entschuldigte sich Trittin bei Meyer. Ein Antrag der Union, Trittin als Umweltminister abzulösen, scheiterte im Bundestag.

Trittin als Bundesumweltminister 2005 auf einem Windrad bei Emden

Als Umweltminister legte Trittin einen Schwerpunkt auf die Förderung der erneuerbaren Energien - etwa durch die höheren Garantiepreise für Ökostromerzeuger. Im Konflikt mit Wirtschaftsminister Wolfgang Clement stimmte Trittin 2003 einer Senkung der Subventionen für Windkraftanlagen zu. Auch dem Klimaschutz widmete er viel Aufmerksamkeit. Ergebnis war unter anderem die koalitionsinterne Einigung bei der Einführung des Emissionshandels, wobei Trittin vergeblich versuchte, auch den Luftverkehr einzubeziehen. Die Einigung zur Reduzierung der Treibhausgase auf der Bonner Klimakonferenz 2001 brachte Trittin viel Lob ein.

Jürgen Trittin

Bei der Bundestagswahl 2005 wurden die Grünen nur noch fünftstärkste Kraft und mussten in die Opposition. Trittin, der seit 1998 im Bundestag sitzt, behielt sein Mandat. In der Kampfabstimmung über den Fraktionsvorsitz verlor er gegen Renate Künast. Fortan verlagerte er seinen politischen Schwerpunkt auf die Außen- und Europapolitik.

Renate Künast und Jürgen Trittin mit Wahlplakaten im Jahr 2009

Für die Bundestagswahl 2009 wurde Trittin gemeinsam mit Renate Künast als Spitzenkandidat nominiert. Für das Spitzenduo sprachen sich auf der Bundesdelegiertenkonferenz mehr als 90 Prozent der Delegierten aus. Bei der Wahl gewannen die Grünen zwar Stimmenanteile hinzu und feierten mit 10,7 Prozent ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl. Dennoch wurde die Partei erneut nur fünfstärkste Kraft im Parlament und blieb in der Opposition.

Trittin und Künast

Nach der Bundestagswahl wählte die neue Grünen-Fraktion Trittin als Nachfolger des nicht mehr kandidierenden Fritz Kuhn mit 90 % der Stimmen zu ihrem neuen Fraktionsvorsitzenden und bestätigte gleichzeitig die Ko-Vorsitzende Künast im Amt. Seither prägte Trittin maßgeblich das Bild seiner Partei mit. Er besetzte dabei insbesondere die Themen Finanz- und Europapolitik und wurde in der Euro-Krise seit 2010 einer der wichtigsten Gegenspieler von Kanzlerin Merkel. Er warf ihr vor, wichtige Entscheidungen in der Finanz- und Schuldenkrise verzögert oder blockiert zu haben. Zugleich trug er allerdings dazu bei, dass die Grünen die wichtigen Entscheidungen in der Euro-Rettung zumindest mehrheitlich mittrugen und damit gemeinsam mit der SPD Merkel eine breite Mehrheit sicherten - auch dort, wo die schwarz-gelbe Koalition durch Gegenstimmen aus den eigenen Reihen die Kanzlermehrheit verfehlte. Trittin präsentierte sich in dieser Zeit staatstragender als in früheren Zeiten und entwickelte sich zur wichtigsten Führungsfigur der Partei. Die breite Unterstützung für seine erneute Nominierung als Spitzenkandidat belegte das.

Jürgen Trittin

Als einer von zwei Spitzenkandidaten formulierte Trittin für die Wahl 2013 ein klares Ziel: die Ablösung der schwarz-gelben Koalition durch ein rot-grünes Bündnis. Thematisch rückte er die Verteilungsgerechtigkeit, die Lösung der Schuldenkrise sowie die Umsetzung der Energiewende in den Mittelpunkt.

Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin

Gemeinsam mit Göring-Eckardt kämpft Trittin für ein neues Rekordergebnis der Grünen. Beide haben allerdings nur wenige gemeinsame Auftritte und sind mit jeweils eigenen Bussen auf Tour. Die zwölf Jahre jüngere Göring-Eckardt hat eine ganz andere politische Laufbahn hinter sich als Trittin ...

Grüne Doppelspitze:

Katrin Göring-Eckardt - hier auf einem Foto aus dem Jahr 1996 - wuchs in der DDR in einem christlichen Elternhaus auf. Sie studierte Theologie, beendete das Studium aber ohne Abschluss und heiratete einen Pfarrer. Sie engagierte sich noch vor der Wendezeit in der kirchlichen Opposition und war Gründungsmitglied der Bürgerbewegung "Demokratie jetzt", die sich zur Volkskammerwahl 1990 mit anderen Bürgerrechtsgruppen zum Bündnis 90 zusammenschloss. Göring-Eckardt gehörte in den Folgejahren den Thüringer Landesvorständen von "Demokratie jetzt" und Bündnis 90 an und war Mitglied der Kommission, die 1992/93 den Zusammenschluss mit den Grünen aushandelte. 1995 rückte sie an die Spitze des Thüringer Landesverbandes auf und wurde Mitarbeiterin des grünen Bundestagsabgeordneten Matthias Berninger.

Grüne Doppelspitze: Göring-Eckardt 2002 als Fraktionsvorsitzende mit Krista Sager

Seit 1998 ist Göring-Eckardt selbst Mitglied des Bundestags. Das Foto zeigt sie mit der damaligen grünen Gesundheitsministerin Andrea Fischer. Nach ihrer Wahl in den Bundestag legte Göring-Eckardt ihre Parteiämter nieder und wurde Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen.

Joschka Fischer im Gespräch mit Katrin Göring-Eckardt

In ihrer ersten Wahlperiode setzte Göring-Eckardt - hier im Gespräch mit dem damaligen Außenminister Joschka Fischer - in ihrer Funktion als gesundheits- und rentenpolitische Sprecherin Akzente. Sie gehörte zu den Autorinnen eines Papiers zur Alterssicherung und setzte sich für eine Stärkung der privaten Altersvorsorge ein. Im Bundestagswahlkampf 2002 rückte sie gemeinsam mit ihrer Partei die Forderung nach einer besseren Familienpolitik in den Vordergrund, die eine Gleichstellung verschiedener Lebensformen vorsah. Zudem gehörte sie zu den Gründerinnen einer Arbeitsgruppe, die ein Papier zu mehr Kinderfreundlichkeit formulierte. Wichtige Forderungen waren dabei eine Kindergrundsicherung und Gutscheine für eine kostenlose Kinderbetreuung.

Krista Sager und Katrin Göring-Eckardt

Nach der Bundestagswahl wurden Göring-Eckardt und Krista Sager (links) zu den beiden neuen Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion gewählt. Beide arbeiteten reibungslos zusammen. Göring-Eckardt warb dafür, die Grünen als Reformmotor zu positionieren. Sie unterstützte die Bildung der Rürup-Kommission mit dem Ziel, durch Reformen die langfristige Finanzierbarkeit der Sozialsysteme zu sichern. Göring-Eckardt forderte eine Absenkung der Lohnnebenkosten und den Abbau von Subventionen.

Grüne Doppelspitze: Göring-Eckardt und Müntefering

In der strittigen Frage der Agenda 2010 stellte sich Göring-Eckardt - hier im Gespräch mit dem damaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden Franz Müntefering - voll hinter den Kurs von Bundeskanzler Schröder. Trotz Kritik aus den eigenen Reihen bezeichnete sie die Reformen als notwendig

Grüne Doppelspitze: Göring-Eckardt als Bundestagsvizepräsidentin

Nach der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 mussten die Grünen in die Opposition. Göring-Eckardt verlor die interne Kampfabstimmung und musste ihr Amt als Fraktionsvorsitzende räumen. Fortan standen Renate Künast und Fritz Kuhn an der Spitze der Bundestagsfraktion. Göring-Eckardt wurde stattdessen zur Vizepräsidentin des Bundestages gewählt und nach der Bundestagswahl 2009 in diesem Amt bestätigt.

Grüne Doppelspitze: Göring-Eckardt und Bischof Huber

Parallel zu ihrer politischen Arbeit engagierte sich Göring-Eckardt, die den wertkonservativen Flügel der Grünen verkörpert, in der Kirche. Bereits seit 2003 gehörte sie der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an. 2009 wurde sie zum neuen Präses an der Spitze der EKD-Synode gewählt. Sie setzte sich dabei gegen den früheren bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein durch. Im Bild nimmt Göring-Eckardt nach ihrer Wahl die Glückwünsche des EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber entgegen.

Grüne Doppelspitze:

Im Juni 2011 leitete Göring-Eckardt - hier mit dem E-Moped unterwegs zum Bikergottesdienst - als Präsidentin den 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden.

Papst Benedikt XVI. und Katrin Göring-Eckardt

Als EKD-Vertreterin sprach Göring-Eckardt während des Deutschlandbesuchs von Papst Benedikt XVI. im September 2011 auch mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche.

Katrin Göring-Eckardt

Im Herbst 2012 beschloss Göring-Eckardt, sich bei der Urwahl der Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl um einen Platz im Spitzenduo zu bewerben. Sie hatte im Gegensatz zu Trittin ursprünglich dafür plädiert, mit einem Spitzenteam in den Wahlkampf zu gehen. Sie stellte sich aber dem Mitgliederentscheid über das Spitzenduo und war - für viele überraschend - erfolgreich.

Grüne Doppelspitze:

Göring-Eckardt blieb bislang gerne im Hintergrund - rückt nun aber im Wahlkampf in die vorderste Reihe und direkt ins Rampenlicht. Als ihr wichtigster politischer Förderer in den 1990er-Jahren gilt Joschka Fischer. Im Wahlkampf verbreitet sie Optimismus: "Das Beste kommt noch", sagt sie. Sollte es für das angestrebte rot-grüne Bündnis reichen, werden ihr Ambitionen auf das Amt der Ministerin für Arbeit und Soziales nachgesagt.

Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin im Bundestag

Umfragen zufolge können Göring-Eckardt und Trittin hoffen, bei der Bundestagswahl für die Grünen ein Rekordergebnis einzufahren. Eine rot-grüne Mehrheit ist laut den aktuellen Ergebnissen der Sonntagsfrage aber unwahrscheinlich.

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