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21.11.2009

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Bundestagswahl
Merkel und Westerwelle

Bundestagswahl 2009: Klares Votum für Schwarz-Gelb

Bundestagswahl 2009

Klares Votum für Schwarz-Gelb

Das Ende der Großen Koalition ist besiegelt. Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis des Bundeswahlleiters kann eine bürgerliche Koalition aus Union und FDP die nächsten vier Jahre Deutschland regieren - sogar mit einer stabilen Mehrheit. Und nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein, wo ebenfalls Schwarz-Gelb siegte, haben Union und FDP auch eine Mehrheit im Bundesrat.

Bei der Bundestagswahl kommt die Union auf 33,8 Prozent, nach 35,2 Prozent vor vier Jahren. Die FDP erreicht 14,6 Prozent (2005: 9,8 Prozent). Die SPD rutscht auf 23,0 Prozent ab (2005: 34,2 Prozent). Die Linkspartei kommt den Angaben zufolge auf 11,9 Prozent (2005: 8,7 Prozent), die Grünen auf 10,7 Prozent (2005: 8,1 Prozent).

Überhangmandate für die Union

Positiv für Schwarz-Gelb wirkt sich zudem aus, dass die Union von Überhangmandaten besonders profitiert: Der 17. Deutsche Bundestag wird wegen der 24 Überhangmandate um acht Abgeordnete größer als bisher werden und 622 Abgeordnete umfassen. Alle zusätzlichen Mandate fallen an die Union, wobei die CDU 21 und die CSU drei solcher Mandate erhält.

Einen Wermutstropfen für CDU und CSU gibt es aber dennoch: Die CDU fuhr ihr zweitschlechtestes Ergebnis ein, und die CSU in Bayern sackt nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis auf auf rund 42,6 Prozent ab - so schlecht wie nie zuvor bei einer Bundestagswahl.

wahl.tagesschau.de:

Link Die Ergebnisse der Bundestagswahl im Überblick

Zahlen und Fakten zum Ausgang der Bundestagswahl [flash]

Sozialdemokraten abgestürzt

Die Verluste der Union allerdings sind kaum nennenswert, verglichen mit dem Absturz, den die SPD erlebte: Die Sozialdemokraten schneiden noch schlechter ab als erwartet. 23 Prozent der abgegebenen Zweitstimmen bedeutet die niedrigste Zustimmung für die SPD bei einer Bundestagswahl, den bisherigen Tiefstwert hatte sie 1953 mit 28,8 Prozent erreicht. Zudem ist es der höchste Wert, den jemals eine Partei zwischen zwei Bundestagswahlen abgab. Von den 222 Mandaten bleiben der SPD im nächsten Bundestag 146. Die Linksfraktion ist künftig mit 76 Abgeordneten im Bundestag vertreten, die Grünen erreichten 68 Sitze. Die FDP verbesserte sich sogar auf 93 Sitze (2005: 61).

Unter den sonstigen Parteien - sie kamen insgesamt auf sechs Prozent - ist die Piratenpartei mit etwa zwei Prozent am stärksten.

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Jubelnde Liberale, entsetzte Sozialdemokraten

Während bei der FDP wenige Sekunden nach der Prognose lauter Jubel ausbrach, herrschte bei der SPD lähmendes Entsetzen - schon kurz nach 18.00 Uhr sprachen führende Sozialdemokraten, darunter auch Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, von einer "bitteren Niederlage".

Historisch niedrige Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung fiel auf ein Rekordtief von 70,8 Prozent, fast sieben Prozentpunkte weniger als 2005. Insgesamt waren rund 62,2 Millionen Wahlberechtigte zur Wahl aufgerufen.

Noch am Nachmittag hatte der Bundeswahlleiter die Bürger aufgerufen, wählen zu gehen. Nur wenn man von seinem demokratischen Grundrecht Gebrauch mache, könne man auf die Politik Einfluss nehmen.

Stand: 28.09.2009 03:52 Uhr
 

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