Torwart Manuel Neuer | Bildquelle: picture alliance / M.i.S.-Sportp

Coronavirus Coronakrise - DFB-Team spendet 2,5 Millionen Euro

Stand: 18.03.2020 13:11 Uhr

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat angesichts der Coronakrise einen Spendenaufruf gestartet und geht selbst voran: Das Team spendet 2,5 Millionen Euro für soziale Zwecke.

"Wir müssen aufeinander schauen in solchen Zeiten", betonte Manuel Neuer, der sich wie mehrere seiner Kollegen in einer Videobotschaft an die Fans wandte. "Wir alle merken, dass wir uns in einer absoluten Ausnahmesituation befinden. Jeder von uns ist betroffen", ergänzte Joshua Kimmich: "Deshalb ist es wichtig, dass wir einander helfen und unterstützen. Wir sollten uns alle unserer Verantwortung bewusst sein und Solidarität zeigen."

Leon Goretzka sagte: "Ich möchte euch bitten, euren Teil beizutragen. Wir als Nationalmannschaft sind vorausgegangen und haben 2,5 Millionen Euro für den guten Zweck gespendet und hoffen, dass viele von euch folgen werden." Auch der Gladbacher Matthias Ginter, Lukas Klostermann (RB Leipzig) sowie die Freiburger Luca Waldschmidt und Robin Koch fordern ihre Anhänger zu Spenden auf. "Lasst uns ein Zeichen setzen, indem wir zusammenstehen in dieser schwierigen Zeit", sagte Ginter. Auch die anderen Profis appellieren an Solidarität und Zusammenhalt angesichts dieser "verrückten" Situation, wie sie Klostermann nennt. Über die Plattform wirhelfen.eu kann sich jeder Fan an der Aktion beteiligen, die die Profis am Mittwoch (18.03.20) über Instagram bekannt machten.

DFB-Elf zeigt Solidarität
DFB-Elf zeigt Solidarität

Söder hatte Gehaltsverzicht gefordert

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte gesagt: "Ich fände es zum Beispiel in Ordnung, wenn Spieler, die ganz große Gehälter bekommen, zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes ihrem Arbeitgeber gegenüber ein bisschen zurückhaltender wären mit dem Geld." Angesichts der "vielen Millionen, die da jedes Jahr verdient werden", sei "Solidarität gefragt, nicht nur von den Vereinen, sondern auch von den Spielern". Jeder könne dazu "seinen Beitrag leisten", sagte Söder, denn "ohne die Vereine, ohne die Akzeptanz in der Bevölkerung, gäbe es auch diese Summen nicht."

Seifert zeigt Verständnis, Heldt ist erbost

DFL-Boss Christian Seifert hatte Verständnis für Söders Vorstoß gezeigt. "Klar, die Forderung ist nachvollziehbar. Was Markus Söder gesagt hat, ist das, was viele Menschen denken", meinte Seifert.

Heldt: "Populistische Scheiß-Äußerungen"

Manager Horst Heldt vom 1. FC Köln reagierte hingegen erbost: "Es wäre sinnhaft, mit populistischen Scheiß-Äußerungen sich ein Stück zurückzuhalten. (...) Ich finde es unverschämt, das öffentlich zu diskutieren und öffentlich infrage zu stellen."

Quelle: sportschau.de

Darstellung: