Der Bremer Davy Klaassen, rechts, jubelt über seinen Treffer zum 2:0. | Bildquelle: dpa

DFB-Pokal Werder gewinnt zähes Spiel gegen Schalke

Stand: 03.04.2019 22:58 Uhr

Werder Bremen hat das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. In einer zähen Partie setzten sich die cleveren Gäste am Mittwoch (03.04.2019) beim engagierten, aber glücklosen FC Schalke 04 mit 2:0 (0:0) durch.

"Über Hamburg fahren wir nach Berlin", schallte es aus dem Fanblock des SV Werder Bremen. Zehn Minuten waren da noch zu spielen im DFB-Viertelfinale zwischen dem FC Schalke 04 und Werder Bremen, aber niemand in der Arena glaubte da noch, dass die Schalker die Partie noch würden drehen können.

Werder Bremen zerstört Schalkes Traum vom Pokal-Halbfinale
Werder Bremen zerstört Schalkes Traum vom Pokal-Halbfinale

Die zwei Bremer Treffer durch Milot Rashica und Davy Klaassen würden Werder reichen, um ins Halbfinale des DFB-Pokals einzuziehen und dort möglichweise auf den ungeliebten Rivalen Hamburger SV zu treffen. Den Schalkern blieb schon da nur noch die Aussicht auf den Abstiegskampf in der Bundesliga.

Schalke gegen Bremen - die Tore
Schalke gegen Bremen - die Tore

Kurze Aufregung bei Schalke

"Wir haben zu viel Fehler gemacht, von denen eine gute Mannschaft profitiert", schimpfte ein sichtlich zorniger Schalker Trainer Huub Stevens nach der Partie. "Das darf uns nicht passieren." Dabei hatten sich die Königsblauen vorgenommen, die Alltagssorgen in der Liga mit einem Pokalerfolg erträglicher zu gestalten. An Engagement mangelte es zunächst auch nicht: Es dauerte knapp zwei Minuten, da stand die gesamte Schalker Bankbesetzung am Spielfeldrand und forderte einen Elfmeter.

Suat Serdar hatte einen feinen Pass in den Lauf von Breel Embolo gespielt, Bremens Torhüter Jiri Pavlenka war aus seinem Tor gestürzt und der Schalker Anfgreifer zu Fall gekommen. Doch der Keeper hatte tatsächlich erst den Ball gespielt. Die Schalker mussten sich wieder beruhigen.

Bremen übernimmt die Kontrolle

Das tat dann auch die gesamte Partie. Nach einer schwungvollen Anfangsphase der Gastgeber bekamen die Bremer das Spiel schnell Kontrolle und kamen auch zu einer ersten Gelegenheit. Doch Rashicas Schuss stellte Alexander Nübel im Tor der Schalker nicht vor Probleme (9. Minute).

Schalke gegen Bremen - die Stimmen
Schalke gegen Bremen - die Stimmen

Mehr Schwierigkeiten hatte Nübel dann nach 25 Minuten mit einem eigentlich ebenfalls harmlosen Schuss von Marco Friedl, den der Schalker Torwart nach vorne abprallen ließ, Benjamin Stambouli verhinderte mit einer Grätsche gegen Johannes Eggestein Schlimmeres. Kurz vor der Pause hatte der Bremer nach einem Steilpass seines Bruders Maximilian noch eine Chance, zielte aber knapp rechts am Tor vorbei (42.). Dazwischen hatte das Publikum in der Schalker Arena eher zähe Kost mit vielen Fehlpässen geboten bekommen.

Oczipkas Fehlpass hilft Werder

Die Schalker, die offensiv bis dahin meist harmlos geblieben waren, eröffneten die zweite Halbzeit mit einem gefährlichen Schuss von Nassim Boujellab, der jedoch knapp über das Ziel flog (47.). Auch die nächste Gelegenheit hatten die Gastgeber, doch Salif Sané traf nach einem gefühlvoll vor das Tor gelupften Freistoß von Sebastian Rudy den Ball nicht (50.). Und kurze Zeit später traf Guido Burgstaller nach einer Ecke nur den Pfosten (53.).

Schalke gegen Bremen - die Analyse
Schalke gegen Bremen - die Analyse

Die Schalker waren nun definitiv besser im Spiel. Bremen kam in dieser Phase nur noch selten in die Nähe des gegnerischen Strafraums und wenn, dann wurden sie dabei nicht sonderlich gefährlich. So war es ein böser Fehlpass von Bastian Oczipka, der das Spiel zugunsten der Gäste kippen ließ. Friedl fing den schlampig gespielten Pass ab, spielte zu Rashica, der den Ball zum 1:0 in den Winkel zirkelte (65.).

Schalkes Widerstand bricht mit dem zweiten Tor

Mit dem zweiten Bremer Treffer kurze Zeit später war Schalkes Widerstand endgültig gebrochen. Klaassen verwertete eine Flanke von Ludwig Augustinsson mit dem Außenrist und der Hilfe des Innenpfostens zum 2:0 (72.). "Glück? Das war kein Glück, das war eine gute Chance, und auch der Touch war gut", sagte Klaassen später.

Mit seinem Treffer war Werders Einzug ins Halbfinale besiegelt. Dort wird Nuri Sahin allerdings nicht mitwirken können. Der Bremer Mittelfeldspieler sah kurz vor Schluss Gelb-Rot.

Quelle: sportschau.de

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