Die Rennrodler Toni Eggert und Sascha Benecken holen WM-Gold in Sotschi. | Bildquelle: REUTERS

Eggert und Benecken WM-Gold für deutsche Rodler

Stand: 15.02.2020 13:45 Uhr

Titelverteidigung geglückt: Bei der Rennrodel-WM auf der Olympiabahn von Sotschi 2014 haben die deutschen Doppelsitzer Sascha Benecken und Toni Eggert Gold geholt.

Jubel beim deutschen Rodelteam: Die Doppelsitzer Sascha Benecken und Toni Eggert haben bei der Weltmeisterschaft im russischen Krasnaja Poljana ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Auf der Olympiabahn von Sotschi 2014 verwiesen die Thüringer das russische Duo Aleksander Denisew/Wladislaw Antonow sowie die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Artl auf die Plätze.

Sechster WM-Titel für Eggert/Benecken

"Die Freude ist riesig. Wir wussten, dass wir gegen ein sehr starkes russisches Team bestehen müssen. Wir haben im Vorfeld gesehen, wie stark die russischen Doppelsitzer sind. Von daher fällt uns ein Stein vom Herzen", freute sich Bundestrainer Norbert Loch nach dem Rennen im ZDF.

Einen Tag nach den für das deutsche Team sieglosen Sprint-Wettbewerben legten Eggert/Benecken den Grundstein für den ersten Titel bei dieser WM mit einem starken ersten Lauf. In 49,568 Sekunden fuhren sie in der schweren Eisrinne Bestzeit.

Im zweiten Lauf mussten sich die Deutschen gegen eine Aufholjagd der russischen Sprint-Weltmeister Denisew/Antonow wehren. Letztlich reichte aber für Eggert/Benecken die viertbeste Zeit im zweiten Durchgang zum Gewinn der sechsten WM-Goldmedaille. Das bayrische Duo Wendl/Artl rutschte dagegen vom zweiten Rang ab und gewann wie im Sprint-Wettkampf Bronze.

Benecken: "Der schwierigste Kampf"

"Jeder WM-Titel fühlt sich toll an. Aber gerade mit Blick auf die letzten Wochen und auch gestern war das nicht einfach", sagte Benecken im ZDF: "Es war der schwierigste Kampf für uns. Wenn man weiß, dass man es kann und dass es nur an einem selbst liegt, ist der Erwartungsdruck da. Ich bin sehr froh, dass das geklappt hat. Ich bin überglücklich."

Eggert sagte: "Der erste Lauf war superschön. Im zweiten Lauf haben wir es unten noch mal eng gemacht, da sind wir weggedriftet. Aber als wir dann ins Ziel gefahren sind, haben wir die andren schon Jubeln sehen, da haben wir uns so gefreut. Es war ein spannendes Rennen."


Bundestrainer Loch analysierte: "Ich habe gesehen, wo die kleinen Fehler gestern waren. Ich wusste, dass die Jungs nervenstark sind. An den Stellschräubchen haben wir gedreht – und das ist das Ergebnis."

Der weitere Zeitplan der Rodel-WM

Entscheidungen am Sonntag, 16.02.
RennenZeitTitelverteidiger
Einsitzer Männer11.15/13.20 UhrFelix Loch
Team-Staffel15.50 UhrRussland

Das Thema im Programm: MDR Aktuell - das Nachrichtenradio, 15.02.2020, 12:40 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 15. Februar 2020 um 15:00 Uhr.

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