Citys Kevin De Bruyne | Bildquelle: Getty Images

Champions-League-Ausschluss CAS kippt Sperre für Manchester City

Stand: 13.07.2020 10:30 Uhr

Manchester City darf nun doch in den kommenden beiden Spielzeiten am Europapokal teilnehmen. Der CAS gab dem Einspruch des Klubs gegen die Sperre statt.

Manchester City und Star-Trainer Pep Guardiola dürfen in den kommenden zwei Spielzeiten nun doch in der Champions League spielen. Eine entsprechende Sperre der Europäischen Fußball-Union wurde vom Internationalen Sportgerichtshof CAS kassiert. Die UEFA hatte den englischen Verein wegen Verstößen gegen die Finanzregeln sanktioniert, dagegen war Man City vor den CAS in Lausanne gezogen, der sein Urteil am Montag (13.07.2020) bekannt gab. Die zusätzliche Geldstrafe in Höhe von 30 Millionen Euro wurde vom CAS auf zehn Millionen Euro reduziert.

UEFA nimmt Urteil "zur Kenntnis"

Die Europäische Fußball-Union UEFA hat das Urteil "zur Kenntnis" genommen. Der Verband betonte in einer Mitteilung, dass die CAS-Richter festgestellt hätten, dass "viele der mutmaßlichen Verstöße wegen der in den UEFA-Regularien vorgesehen Fünfjahresfrist verjährt" seien. Zudem sei der CAS zu dem Schluss gekommen, dass die Beweise "in diesem speziellen Fall" nicht ausgereicht hätten, um die Europapokal-Sperre gegen die "Citizens" aufrechtzuerhalten.

City bedankt sich bei den Richtern

Der jüngst entthronte englische Meister wäre der erste europäische Topverein gewesen, der wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay wirklich hart sanktioniert wird. Der Arbeitgeber von Nationalspieler Ilkay Gündogan wies die Anschuldigungen der UEFA von Beginn an zurück und hatte nun beim CAS Erfolg. In einer ersten Stellungnahme begrüßten die "Citizens" die CAS-Entscheidung und bedankten sich bei den Richtern für deren Sorgfalt.

Coach Guardiola und die Vereinsbosse dürfen aufatmen. Der Spanier hatte zwar mit Blick auf seinen Vertrag bis 2021 angekündigt, auch bei einer Sperre für die Champions League bei dem Klub bleiben zu wollen. Dass zwei Saisons in der Königsklasse ohne den ambitionierten Guardiola ausgespielt werden, schien aber nur schwer vorstellbar.

Football Leaks als Auslöser

Die UEFA-Finanzinspektoren hatten ermittelt, dass Man City zwischen 2012 und 2016 Sponsoreneinkünfte weit über Gebühr bewertet haben soll. Gelder, die als Einnahmen durch Sponsoren aus Abu Dhabi deklariert wurden, sollen in Wirklichkeit von Klub-Besitzer Scheich Mansour gezahlt worden sein. Darunter sind demnach auch Zahlungen von Etihad Airways, Citys Hauptsponsor. Etihad ist die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate.

Auslöser der Ermittlungen waren klubinterne E-Mails und Dokumente, die von der Plattform Football Leaks öffentlich gemacht wurden. Die dreitägige CAS-Anhörung fand Anfang Juni per Videoschalten statt.

Quelle: sportschau.de

Darstellung: