Tiril Eckhoff aus norwegen, Denise Herrmann und Laura Dahlmeier jubeln | Bildquelle: ANDERS WIKLUND/EPA-EFE/REX

Biathlon-WM Gold für Herrmann, Bronze für Dahlmeier

Stand: 11.03.2019 15:01 Uhr

Goldener Sonntag für die deutschen Biathletinnen: Denise Herrmann holte sich in der Verfolgung bei der WM in Östersund die Goldmedaille. Bronze sicherte sich wie im Sprint Laura Dahlmeier.

Von Nicole Hornischer, Östersund

Es war eine spanndende Verfolgung. Denise Herrmann ging das Rennen schnell an und blieb bis zum dritten Schießen fehlerfrei und lief vorne mit. Dann, beim ersten Stehendschießen, leistete sich die Oberwiesenthalerin zwei Strafrunden. Die Schwedin  Mona Brorsson ging als Führende in das abschließende Schießen - doch die Lokalmatadorin zeigte Nerven und schoß viermal daneben. Die Chance für Herrmann: Die 30-Jährige blieb cool und räumte alle Scheiben ab. Mit einem großen Vorsprung sicherte sich Herrmann den WM-Titel. "Das ist Wahnsinn. Ich bin so stolz auf das, was ich hier geleistet habe. Die Schlussrunde konnte ich richtig genießen", jubelte Herrmann.

Packender Kampf um Platz zwei

Packend war der Kampf um Silber: Lange sah es danach auch aus, als könnte Laura Dahlmeier den zweiten Platz für sich entscheiden. Nur einen Fehler leistete sich die Partenkirchnerin. Sie musste sich aber nach einer Attacke nur um 0,2 Sekunden Tiril Eckhoff geschlagen geben - wie im Sprint gab es wieder Bronze für Dahlmeier. Die Norwegerin leistete sich zwei Fehler und kämpfte sich von Platz neun auf zwei vor. Ihr Rückstand im Ziel auf Herrmann: 31,4 Sekunden. "Ich bin sehr happy, auch wenn ich K. o. bin. Man merkt, dass ich nicht bei 100 Prozent bin. Ich habe aber gekämpft bis zum Schluss", sagte Dahlmeier.

Preuß mit sieben Strafrunden

Franziska Hildebrand landete mit zwei Schießfehlern auf den 22. Platz (+3:22,7 Min.). Franziska Preuß hatte große Probleme beim Schießen: Insgesamt leistete sich die Bayerin sieben Strafrunden. Nach Platz 16 im Sprint kam in der Verfolgung nur der 27. Platz raus (+3:47,7 Min.). Sprintweltmeisterin Anastasyia Kuzima wurde mit ebenfalls sieben Fehlern Sechste (+1:41,3 Min.).

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Thema in: Sportschau im Ersten, 10.03.2019, 13.45 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 10. März 2019 um 15:00 Uhr.

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