Spielszene aus Hertha gegen Düsseldorf | Bildquelle: SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX

Bundesliga Großes Remis-Drama in Düsseldorf

Stand: 28.02.2020 22:21 Uhr

Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC haben sich ein dramatischen Spiel geliefert - die Fortuna verspielte dabei eine 3:0-Führung. Im Abstiegskampf kommt damit keines der Teams von der Stelle.

Durch das 3:3 (3:0) bleibt Düsseldorf auf Platz 16, die Berliner sendeten nach dem Heimdebakel gegen den 1. FC Köln zumindest ein Lebenszeichen. "Das Ergebnis fühlt sich wie eine Niederlage an. Morgen werden wir noch einen Hangover haben", sagte Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler.

Erste Hälfte: Hertha macht Fortuna die Tür auf

Herthas Trainer Alexander Nouri hatte seine Startelf auf sieben Positionen verändert und sogar im Tor Thomas Kraft für Rune Jarstein eingesetzt. Für die Hertha ging das Spiel in Düsseldorf trotzdem zunächst so weiter, wie das 0:5 gegen Köln zu Ende gegangen war. Mit einer schwachen Abwehrleistung ermöglichten die Berliner der Fortuna eine schnelle und komfortable Führung. Düsseldorfs Kevin Stöger hatte einen langen Pass über 50 Meter gespielt, Kenan Karaman schob überlegt zum 1:0 ein (6.).

Nur vier Minuten später tauchte Erik Thommy frei für dem Tor der Hertha auf und erzielte das 2:0. Und kurz vor der Pause schraubten Matthias Zimmermann und Rouwen Hennings die Berliner Abwehr auseinander - Karaman kam freistehend zum Düsseldorfer 3:0 (45.+2). Für die Hertha schien auch dieses Spiel längst verloren.

Zweite Hälfte: Fortuna bringt die Hertha ins Spiel zurück

Als die Partie in der zweiten Hälfte langweilig zu werden drohte, sorgten die Düsseldorfer selbst für Spannung. Nach einer Flanke von links trat Thommy am Ball vorbei, von seiner Hand prallte der Ball ins eigene Tor (64.). Wenig später leistete sich Thommy in der Offensive einen Ballverlust, den Konter schloss Matheus Cunha zum Anschlusstor für die Hertha ab (67.). "Wir spielen eine überragende erste Hälfte. Und nach dem 3:1 verlieren wir komplett den Faden", klagte Thommy im ARD-Hörfunk. "Das ist bitter, sowas darf uns nicht passieren."

In der 72. Minute hatte Herthas Krzysztof Piatek nach einem Freistoß von links das 3:3 auf dem Fuß, doch seinen schwachen Schuss parierte Torwart Florian Kastenmeier noch. Wenig später tauchte Piatek erneut vor Kastenmeier auf, legte den Ball am Torwart vorbei, der den Berliner foulte - Strafstoß. Piatek selbst verwandelte zum 3:3 (76.).

Und das Drama war längst nicht zu Ende: Erst verpasste Herthas Jordan Torunarigha das vierte Tor für die Hertha (77.), im Gegenzug war Fortunas Nana Ampomah nah am Siegtor (78.). Wenig später zappelte der Ball nach einem Schuss von Ampomah im Berliner Tor - doch der Düsseldorfer befand sich zuvor knapp im Abseits (83.). Der letzte Höhepunkt blieb Herthas Cunha vorbehalten, der kurz vor Schluss aus 16 Metern den Pfosten traf (90.+1).

"Nach dem 0:5 zu Hause und dem 0:3 zur Halbzeit so zurückzukommen, ist schon Wahnsinn. Was wir mitnehmen, ist die Moral, die die Mannschaft gezeigt hat", sagte Herthas Trainer Alexander Nouri. Hertha-Spieler Per Skjelbred meinte: "Es war ein Chaosspiel. Vielleicht hat es den Fans ein bisschen Spaß gemacht."

Beide Teams vor bedeutsamen Spielen

Im Abstiegskampf nutzt das Ergebnis keiner von beiden Mannschaften sonderlich. Der kommende Spieltag liefert nun für beide Mannschaften richtungsweisende Partien.

Hertha BSC spielt am Samstag (07.03.2020, 15:30 Uhr) gegen Werder Bremen genauso gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf wie Düsseldorf am Tag darauf um 18 Uhr beim 1. FSV Mainz 05. Für die Fortuna steht am kommenden Dienstag (18:30 Uhr) außerdem noch das Viertelfinale im DFB-Pokal beim 1. FC Saarbrücken an.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 28. Februar 2020 um 23:00 Uhr.

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